Stundenblume

Leben, eine Kunst

Kaninchen vergesellschaften

Schlappohr und Hasi waren also geholt und nun bei uns angekommen, der kleine Kaninchen-Eunuch und saß in seinem Quarantäne-Käfig, der die Maße 1,40 m x 80 cm aufweist. Im Tierheim wurde er als zickig beschrieben, bei uns verhielt er sich eher wie ein Hund. Auf Rufen kam er sofort, wenn er nicht sogar schon am Gitter stand um gestreichelt zu werden. Bettelnd hielt er seine Pfoten am Gitter um ein wenig geschmust zu werden. Hätte ich ihn gelassen, er wäre auch mit mir überall hingelaufen, denn das zeigte er dann, als wir die Vergesellschaftung versuchten. Missverständnisse waren auch hier vorprogrammiert, denn ein Widder-Kaninchen kann wegen seiner Schlappohren nicht anständig kommunizieren. Doch das wusste ich derzeit alles noch nicht, ich verließ mich auf die gängigen Internetseiten der Tierschutzvereine, die erzählen wie man vergesellschaftet.

Ich baute unser Krabbelgitter für Kinder um zu einem neutralen Areal etwa 3 qm, oben offen, eingerichtet mit Zeitungspapier am Boden, 3 Häuschen in der Mitte, Toilette und vielem Knabberzeug zum Ablenken, Brot und Körner, Heu, Salat sowie Gemüse. Als sich die beiden das erste Mal sahen ging Hase sogleich auf ihn zu und bettelte darum besprungen zu werden. Das ging viele Stunden so, Rammeln, sich jagen, bis beide erschöpft waren und herumlagen. Als ich ins Bett ging, waren die beiden immer noch abwechselnd dabei sich zu versuchen zu bespringen, sie markierten fleißig die Einrichtung, von Friede und Einigkeit keine Spur. Als ich in der Früh aufstand, war Schlappohr aus der Arena geflohen und kam mir freudig entgegengehoppelt. Er begrüßte mich und lief mir brav hinterher, wie ein Hund. Mit seine langen Ohren kam er mir ein bisschen Dackelig vor, so treu wie er mir folgte. Er ließ sich von mir auch bereitwillig ins Gehege setzen, um allerdings gleich wieder zu versuchen herauszuhüpfen. Da schnappte ich ihn mir und setzte ihn zurück in seinen Käfig, Hasi kam zurück ins Innengehege.

Erster Versuch gescheitert. Ich überlegte viel herum, was ich nun machen sollte und telefonierte, las weiter, bis ich zu einer Entscheidung gelangte. Die beiden wurden von mir getauscht in den Käfigen, Hasi kam in den Quarantänekäfig, Schlappohr ins Innengehege (ca. 3-4 qm), so dass sie sich an den Geruch des anderen gewöhnen konnten. Etwa einen Tag dauerte es, bis sie einigermaßen ruhig wirkten. Und es brachte viel. Als ich die beiden dann ins Außengehege (ca. 3 qm) setzte, welches oben geschlossen war, flogen einmal kurze Haare bei einer Jagd, anschließend war Ruhe. Hasi verzog sich in ein Häuschen, Schlappohr erkundete fleißig die Gegend. Die Ranordnung war nun einigermaßen festgelegt.

Am Abend nahm ich die beiden dann mit nach drinnen in den Innenkäfig (oben geschlossen), den ich in der Zwischenzeit peinlich genau gereinigt hatte mit Neutralreiniger von Frosch und völlig umgestellt hatte. Alles roch frisch nach Froschmittel und Einstreu. Somit war das Gehege einigermaßen neu für beide. Ein paar Mal wurde Hasi von Schlappohr gejagt. Für diesen Zweck hatte ich die drei Häuschen wieder in die Mitte plaziert, damit außen herum eine "Rennbahn" gegeben war, die auch fleißig genutzt wurde im Kreis zu jagen. Als das Gröbste vorrüber war kam die Wasserschüssel mit dazu und ich ließ die beiden über Nacht allein.

Und siehe da: In der Früh als ich hoch kam war Hasi dabei Schlappohr zu putzen! Die Vergesellschaftung ist mir erfolgreich gelungen. Glück gehabt, das ging nun zuletzt doch schneller als gedacht. 

Ich möchte nun zum Schluss noch darauf hinweisen, dass es einfacher gegangen wäre. Mit einem großen Gehege von etwa 6 qm über eine längere Zeit wäre es friedlicher abgelaufen. Wäre sogar ein Auslauf dabei gewesen mit einer geraden Sprintstrecke von einigen Metern, wäre auch dies von großem Vorteil gewesen. Diese Methode wie sie hauptsächlich zu finden ist im Netz, die ich auch anwandte, ist nicht ganz die Meine, da sie nicht wirklich auf die Bedürfnisse der Langohren eingeht. Auch weiß ich darum, dass meine Haltung wie ich sie gerade praktiziere nicht optimal ist. Es geht besser, aber fürs Erste reicht es. Und wenn man bedenkt, wie tatsächlich noch so mancher seine Kaninchen hält, bin ich doch eher sehr gut als Hasenmama, wenn auch nicht perfekt. Aber mit der Zeit habe ich so etwas zu tun und kann mit den Jahren ihnen ein Außengehege gönnen, in dem sie sich auch einmal nach Herzenslust austoben können.

Ich bin nun glücklich über mein trautes Pärchen :)

PS: Ein großes Dankeschön an den Ersteller dieser Website: http://www.hauskaninchen.com/index.html Nach so vielen Seiten die ich vorher fand, die mir keinen wirklichen Aufschluss über meine Tiere gaben, leider auf Seite drei erst bei Google die Infos, die ich brauchte!

Tags: Kaninchen vergesellschaften,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben

Die ersten drei Jahre

Hier habe ich nun eine Sammlung an Tips erstellt, für die Beschäftigung eines Kindes bis zu drei Jahren und darüber hinaus versteht sich, wenn es interessant bleibt. Ich hatte das einmal in ein Forum eingestellt und diesen Beitrag nun hier her übertragen, damit er mir nicht verloren geht:

Bücher

Unsere kleine Bibliothek hat sich definitiv gelohnt. Bei uns fing diese Sammlung an mit dem ersten Lebensjahr bereits zu wachsen. Es gibt wunderschöne Stoff- und Fühlbücher die mit kleinen Glöckchen, Knisterpapier, Spiegelchen und vielem mehr ausgestattet sind. Mit Hand und Mund werden die ersten Erfahrungen gemacht. Am besten gefielen mir hierbei jene aus Naturstoff die waschbar sind, später als das Erleben mit dem Mund in den Hintergrund geriet und mehr das Visuelle und Akustische in den Vordergrund trat kamen viele Bücher hinzu, auch welche die Bild und Ton verbinden durch Tasten, Bilderbücher und dann natürlich Text und Bild, von denen ich auf dem Bild eine kleine Auswahl photographierte.

Fimo
 
Dies eignet sich besonders gut, um bestimmte Szene aus Büchern, Filmen oder Spielen, dem Leben, Träumen oder was auch immer nachzubilden. Fimo hat den großen Vorteil, dass es nicht kaputt zu bekommen ist durch Werfen oder etwa ein darauf treten, oder auch dem Test wie stabil das ist. Um von einem dieser Angry-Birds aus seinem Computerspiel nachgebildet einen Schnabel abzureißen etwa, reicht mit der Hand knibbeln nicht. Versucht habe ich es noch nicht, aber vermutlich müsste man in der Tat grob mechanisch oder mit Werkzeug zugange sein, damit man diese runden Vögel in Einzelteile zerlegt bekommt.
 
Bouncing-Putty
 
 
Sollte sich Fimo einmal als unpraktisch erweisen, da etwas Leichtes (Ball) oder auch Kostengünstigeres (größere Figuren) benötigt wird, so kann ich Bouncing-Putty empfehlen. Diese Masse klebt in allen Farben mindestens so gut aneinander wie Knetmasse, ist aber wesentlich leichter. Diese Figuren hier auf dem Bild sind nicht ganz praktisch, "Mucklas" aus dem Buch Petterson und Findus, da ihnen die Gliedmaßen viel zu leicht abgebrochen sind, der Ball von dem ich gerade kein Bild zur Hand habe allerdings, lebt bis heute und das ist nun bereits ein halbes Jahr unter Benutzung. Für etwas ruhigere Gemüter bei denen nicht immer alles sämtlichen Härtetests unterzogen wird, ist es aber sehr brauchbar. Auch wenn einem die Kosten wichtig sind, denn eine solche Dose verursacht fast Keine im Vergleich zu Fimo etwa. Verzichtet man auf lange Schwänze und arbeitet man eng anliegende Gliedmaßen auch gut ein halten sie Stürze leicht aus, denn sie hüpfen dann ein wenig diese Figuren und landen wohl behütet auch aus 2 Metern ein kleines Stücken weiter.
 
Ton
 
Selbst wenn man keinen Brennofen zur Verfügung hat, so entstehen doch ganz Nette Ergebnisse, lässt man den Ton etwa eine Woche liegen, wie ich es mit diesen "Marienkäfern" gemacht habe. Sie werden allerdings etwas Kleiner und es steht einem somit nicht die volle Vielfalt an Formen und Möglichkeiten zur Verfügung, auch würden sie sich in Wasser auflösen, legt man sie hinein. Kennt man in der Nähe Künstler, Schulen,... die über einen Brennofen verfügen, kann man aber auch Kerzenständer, Eierbecher und vieles mehr zaubern. Die Vorteile von Ton sind aus meiner Sicht seine "bazige" Substanz, seine Natürlichkeit, das "Einsauen" des Kindes beim Werken, es ist günstig in rauen Mengen zu bekommen und es lässt sich sehr leicht auch für kleine Kinder erkennen, dass man etwas Schönes oder gar Nützliches Geschirr daraus entstehen lassen kann. Mit bunten, klebrigen Händen entsteht etwas, es wird gerollt, geknetet, platt gedrückt und das eigentlich fast alles in Eigenleistung, hinterher ist die Kleidung und die Hände richtig schön tonig. Die Gegenstände die hiermit geschaffen werden sind bei mir weniger Figuren zum Spielgebrauch denn eher für den Alltag des täglichen Lebens, was dem Ganzen seine Besonderheit verleiht, es ist ein richtiges Handwerk, das sogar schon ein Dreijähriger bewerkstelligen kann.
 
Holz und Co
 
Wenn ich etwas vorbereitet habe, bei dem es etwas zu hämmern oder zu klopfen gibt, war die Freude bisher immer groß. Hier ist auf dem Bild gerade ein Nistkasten am entstehen. Die Bausätze für so etwas gibt es zu Hauf, aber selbst ohne diese ist mit wenig Aufwand sehr viel zu bauen. Ein Hotel für Insekten etwa, kleine Kisten um etwas darin aufzubewahren und so manches mehr kommt aber auch völlig ohne Anleitung und fertigen Sätzen zu einem ordentlichen Ergebnis. Die Fertigen Werken-Pakete haben eigentlich nur den Vorteil, dass man selbst nicht noch etwas zuschneiden muss und somit eigentlich alles bereits für den Sprössling fertig ist, sowie auch Kleber und Holzhammer z.B. schon beiliegt. Günstiger kommt man aber natürlich hier wesentlich, hält man sich an die Variante die Teile einzeln sich im Baumarkt oder aus bestehenden Restbeständen zusammen zu sammeln.
 
Federn
 
In unserer Umgebung leben viele Vögel und regelmäßig zur Mauserzeit sind allerlei Vogelfedern zu finden. Diese gemauserten Federn sind sauber und gut erhalten, um gegen etwaige Haarlinge vorzugehen, ist es anzuraten sie mit Shampoo oder Spülmittel zu waschen. Große Federn wie jene von Raubvögeln etwa eignen sich sehr gut daraus eine echte Schreibfeder zu basteln, indem man den Federkiel zurechtschneidet, oder man nimmt sich alternativ eine fertige Variante aus dem Laden und bindet/klebt sie daran fest. Ich habe beides ausprobiert, es kommt hierbei sehr auf das Gemüt und Alter des Kindes an, was geeigneter ist. Freude bereitet es allerdings allemal für den Nachwuchs. Wir sammeln die Federn in einer schönen Schatulle, die kann natürlich auch selbst gemacht werden, um sie für geklebte Bilder, Mandalas und später auch einmal einen Traumfänger und Vieles mehr parat zu haben.
 
Wachs
 
Wachsplatten gibt es einzeln zu kaufen, oder gleich in ganzen Paketen mit einer recht guten Farbauswahl. Kerzen sind in allen Größen und Farben zu bekommen, so steht der Bastelei nichts im Wege außer der Beschichtung, mit der die meisten Kerzen versehen sind. Ich nehme mir hierfür ein Messer und ziehe die äußerste Schicht ab, indem ich die Schneide in einem 45 Grad Winkel etwa ansetze, so dass die Oberfläche zudem auch angeraut wird. Die Wachsplatten kann man zuschneiden in gewünschte Formen, diese aber auch noch bearbeiten und zu Kugeln, Rollen, Klecksen oder was auch immer man möchte formen. Ist die Außentemperatur warm und die Hände ebenfalls, lässt es sich gut aufdrücken, was die Kerze dann zieren soll. Ist dies nicht gegeben, helfe ich mit einem Feuerzeug nach. Ob für den Eigenbedarf oder als Geschenk, diese Bastelei ist eine sehr Brauchbare, da wir in unserem Haushalt oft Kerzen zu allen möglichen Anlässen (Abendstunden) und Feierlichkeiten (Ostern etc) aufstellen.
 
Gartengewusel
 
Ob es sich nun um die Molche handelt, die im Frühjahr aus den Schächten gefischt werden wollen, um sie dann auf warme Steine am Teich zu setzen, oder auch in der Hand mit ein bisschen Wasser aus ihrer Starre erwachen zu lassen, oder die Frösche beim Quaken sind, bisher konnte ich damit immer begeistern. Gemeinsam beobachten wie die kleinen Kaulquappen heranwachsen und aus ihnen Frösche werden, dies mit Fotos dokumentieren und sich immer wieder einmal ansehen ist ebenso wie ein Vogelhäuschen das mit Futter gefüllt wird und man täglich am Fenster stehen kann in der Früh als kleines Ritual immer einige Momente wert mit Aufmerksamkeit bedacht zu werden. So zumindest nach meiner Erfahrung und ich muss mir bisweilen schon etwas einfallen lassen, damit der Rechner oder das Handy nicht wieder erwähnt wird, als mögliche Alternative. Natur mit all ihren Facetten ist und bleibt ein Dauer-Renner seit 3 Jahren nun. Vom Vogel über den Käfer, die Ameisen und Larven, Kröten, Frösche, Igel... 
 
Ernte
 
Alle Pflanzen, die abgeerntet werden können findet unser Sohn besonders spannend. Ein eigenes Beet im Garten mit Erdbeerpflanzen, Himbeeren und was sonst noch gern genascht wird und eigentlich ein Selbstläufer ist vom Wasser abgesehen, kann auch so manche Stunde draußen bereichern und sei es nur das tägliche Gießen. Hinzu kommt im Herbst natürlich noch die große Erntezeit in der Äpfel, Kirschen, Nüsse und vieles mehr das eingesammelt werden kann. In der Zeit der reifen Kirschen etwa, wenn wir draußen sitzen bei Tee und Keksen, ist es eine lange Beschäftigung die Kirschen alle mehr oder weniger einzeln zu Pflücken von unserem Miniatur-Sauerkirschen-Baum (gibt es als Züchtung zu kaufen), sie in einer Schüssel zu sammeln, zu entkernen und das dann anzubieten. Nur sollte bei allen diesen "Arbeiten" bedacht werden, dass die Kleidung unter Umständen nie wieder sauber zu bekommen ist und von daher mit Bedacht gewählt werden sollte. Viele Pflanzen enthalten Farbstoffe, die äußerst Hartnäckig sind.
 
Schnee
 
Den Klassiker Schneemann kennt gewiss ein Jeder. Doch eignet sich gerade Schnee besonders gut dazu vielerlei Spielmöglichkeiten zu kreieren. Hier auf diesem Bild ist ein "König Grummelstein" zu sehen aus dem letzten Winter, eine Nachbildung aus dem Computerspiel Mario. Gerade die Gestaltung des Spielbereiches draußen im Garten im Winter ist für mich etwas sehr Bereicherndes, denn dadurch wird es erst richtig interessant auch bei Temperaturen unter 0 Grad das Haus zu verlassen. Auf diese Weise kann neben der Schneeballschlacht und dem Eiszapfen sammeln immer wieder ein anderer Raum geschaffen werden, in dem mal der Schneemann und das Vogelhäuschen im Vordergrund steht und das Beobachten der Tiere, beim nächsten Schneefall verwandelt sich der selbe Ort zum Parcours.
 
Backen
 
Bevor der erste Advent beginnt steht bei uns jedes Jahr Plätzchen Backen auf dem Plan. Neben für Kleinkinder verträgliche Sorten des Teiges fand ich die Formen zum Ausstechen und Kuchen für Kinder auch immer sehr praktisch, die man überall bekommt. Im zweiten Jahr sollte es dann aber aus irgendeinem Grund eine Schildkröte werden, warum weiß ich auch nicht mehr, aber auch dies war möglich indem ich aus dem großen Kreis ein solches Reptil bog und schon stand dem Wunsch nichts mehr entgegen. 
 
Haustiere
 
In unserem Haushalt leben bisher Ameisen, Katzen, Fische, Kaninchen und Meerschweinchen. Nicht zu empfehlen sind Haustiere allerdings, wenn man wenig Zeit hat, keine Lust hat ständig irgendetwas zu optimieren in der Haltung und Fütterung und einem der Aufwand eigentlich zu viel ist. Ebenso wenig ist diese Beschäftigung anzuraten wenn es an Geld mangelt, oder man gar das Kind mit den Tieren allein lassen möchte und ihm die ganze Bürde abverlangt. Dieses schreckliche Schicksal konnte ich leider nur zu häufig erleben, dass dann in der Tat die Mütter im Tierheim anrufen: unser Kind kümmert sich nicht um "sein" Tier, hier wir geben es ab. Dann sind die Wachsplatten und Ähnliches doch besser ;) denn dadurch würde alles Mögliche, aber gewiss nicht die erwünschte Verantwortung gelernt, so zumindest meine Sichtweise. Entscheidet man sich für diese Verpflichtungen ist es allerdings für das Kind etwas Wundervolles und das ab dem ersten Tag, an dem die Katze schon zu dem Baby guckt und es anschnurrt.
 
Computer
 
In der heutigen Zeit finde ich es besonders wichtig, dass Kinder den richtigen und bereits einen Intuitiven Umgang mit technischen Geräten erlernen. Begonnen haben wir mit einfachen Zeichen- und Schreibprogrammen, sowie altersgerechten Spielen mit der Zeit wie etwa Bob der Baumeister um Gegenstände zuzuordnen, Formen und Zahlen zu lernen. Um mit den Jahren an das Medium Fernsehen heranzuführen wählten wir sehr einfache Kinderfilme ab dem zweiten Lebensjahr, wie Trotro (französisch) und Magiq (russisch), sowie englische Zahlen- Form- und Farbfilmchen um das Sprachgefühl ein wenig zu erweitern. Heute mit drei Jahren sind wir bereits bei Angrybirds (Hand-Augen-Koordination) angekommen und Wimmelbildern, die mit Rätseln, Puzzeln und vielem mehr gelöst werden wollen.
 
Hörspiele und Co
 
Angefangen hatte das Hören von gesprochenen und gesungenen Texten. Aber was soll man groß dazu sagen... jeder kennt CDs... oder heute auch eher "Festplatten" mit Musik. Gibt es ja bei Itunes und Co unzähliger Weise an Hörspielen, Musik, Geschichten und vielem mehr.
 
Wald
 
Wälder die nicht gerade als Hundeauslaufgebiete gekennzeichnet sind, eignen sich wunderbar für ausgedehnte Ausflüge. Dort kann allerlei Getier beobachtet werden. Weiß man noch nicht, wo man sie findet, kann man das mit der Zeit gewiss herausfinden. In dem Wald, in dem ich bereits als Kind war ist das für mich nun natürlich leicht. Es gibt dort ein "Hexenhaus" einen "Feenteich", einen keltischen Wall an dem Zauberwesen leben und natürlich die vielen Tiere, die dort tatsächlich leben in der realen Welt wie Eichhörnchen, Rehe, Dachse und Füchse (beide eher sehr scheu) und Wildschweine (eher angriffslustig, wenn Frischlinge dabei) denen man hoffentlich nicht begegnet. Schön ist es auch sich aus dem Wald verschiedene Dinge mitzunehmen, so dass im Haus etwas liegt von dort. 
 
Pferde
 
Von einem Pony getragen zu werden, das Vertrauen und die Kommunikation zu lernen mit einem solchen Tier ist wohl sehr Besonders. Selbst wenn man nur eine halbe Stunde dort verbringt, so begleitet dieses Ereignis einen bis ins Bett den ganzen Tag, auch über eine Woche hinweg, es ist beeindruckend und sehr wertvoll. Ich als einstige Pferdebesitzerin kann jedes Kind nur zu gut verstehen, wenn es sich einmal ein eigenes Pony wünscht.
 
Naturkundemuseum
 
In Berlin das Museum empfängt die Kinder mit einem meterhohen Dino-Skelett. Die Planeten, all die ausgestopften Tiere, die kleinen Spielereien der Tektonik, man steht dort teilweise bis zu einer halben Stunde an einem Fleck. Ein Selbstläufer für Regentage oder wenn mal weniger Bewegung angesagt ist.
 
Tier-, Wildpark
 
Im Sommer zum barfuß laufen und toben ist dieser in Berlin sehr saubere Park traumhaft mit all den Tieren zum beobachten. Wer das noch nicht entdeckt hat, Tierparks allgemein, ich kann nur raten das nachzuholen. In München der Wildpark Poing und Unzählige mehr in ganz Deutschland laden dazu ein die Zeit dort zu verbringen, zu spielen, zu laufen, die Ecken zu erkunden, die Spielplätze zu erobern, die Tiere zu beobachten,... auch hier haben wir eine Jahreskarte.

Verfasst: 26.05.2014

Tags: notags,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben

Mein Aquarium


Nun habe ich mein Aquarium eine Weile, aber ich vermute zu mehr wie einer "Fischsuppe" taugt es nicht wink auch wenn ich es im Augenblick sehr hübsch finde und meine Freude daran habe. Doch nennt man so diese Zusammenstellung der Pflanzen und Tiere, wie ich es aktuell habe. 

Pflanzen

- Hetheranthea zosterifolia – Seegrasblättriges Trugkölbchen
- Hydrocortyle - Wassernabel
- Vallisneria - Vallisnerie
- 3 x Cryptocoryne Wendtii - Wendtscher Wasserkelch
- Sagittaria subulata - Kleines Pfeilkraut

Fischbestand

3 x Längsband-Ziersalmler (Nannostomus beckfordi)
5 x Längsstreifen-Ohrgitterharnischwels (Otocinclus vittatus)
5 x Panda-Panzerwels (Corydoras panda)
15 x Feuertetra (Hyphessobrycon amandae)
1 x Kampffisch Weibchen (Betta splendens)

Zubehör

- 60 Liter Aquarium
- 10 Liter Sand
- 2 Wurzeln
- 2 große Steine (Rosenquarz, unbekannter Stein)
- schwarzer Karton als Hintergrund
- eine Beleuchtungsröhre
- Filter
- Heizstab

Ursprünglich kaufte ich mir dieses Becken in völliger Unwissenheit um Aquarien. Heute weiß ich immerhin, dass man es so eigentlich nicht macht, da es rein dekorativ ist und nicht unbedingt alles den Bedürfnissen der Tiere entspricht. Mit der Zeit werde ich es optimieren, so viel ist gewiss. Manches habe ich bereits verbessert. 

Dieses "Unding" entstand, als ich mir die Utensilien kaufte und man mir zu einem derartigen Besatz riet, das sei alles gut so, hieß es. Damals hatte man mir sogar noch zu Kies geraten, die armen Pandas, ich weiß und man schwatzte mir ein zweites Kampffisch Weibchen und sogar ein Männchen auf. Die Ziersalmler hatten eine Gruppenstärke von 10 Tieren, die Ohrgitterharnischwelse waren zu 5 Tieren.  Mittlerweile hatte ich immer wieder Tiere nachgekauft, wenn eines gestorben ist. Aber langsam wurde ich mir bewusst, dass diese Fische auch andere Bedürfnisse haben, wie im Laden behauptet, denn sie zeigten Auffälligkeiten. Den Kampffischen ging es besonders schlecht, sie wurden krank, die Pandas verhielten sich sonderbar. Ich begann nachzulesen, was es mit dem Aquarium auf sich hat wie ich es zusammenstellte und bin heute um ein wenig schlauer, wenn mir selbst auch nicht ausreichend genug. Aber gerade der viele Sand mit den Unebenheiten, der üppige Pflanzenbewuchs und bald weniger Arten, die Streifenziersalmler kaufe ich nicht mehr nach, macht es den Tieren angenehmer. Krankheiten sind ja keine im Becken, die Fische leben auch nun den Altersangaben entsprechend, aber irgendwann möchte ich ein richtiges Themenbecken haben, vielleicht zusätzlich dann, mal sehen.

Bis ich mir das zulege, werde ich meine "Fischsuppe" weiter pflegen und optimieren, dort sind die Pflanzen und Tiere so bunt gemixt, dass ich eigentlich fast alles rausnehmen müsste und komplett neu anfangen müsste es zu bestücken. Aber die Fische fühlen sich scheints ganz wohl so wie es aktuell ist, weshalb ich es nun als dekoratives Element in meiner Veranda stehn lasse smiley Ich finde es hübsch anzusehen und genieße es jeden Tag dem bunten Treiben zuzusehen.

Verfasst: 28.03.2014

Tags: Aquarium, Fische, Leben,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben

Man sieht aus wie auf einem Festival - ist aber eigentlich "nur" Mama

Das dürften viele kennen: man steht auf in der Früh, blickt in den Spiegel und stellt fest wie man so aussieht. Man könnte fast meinen es wäre ein Tag auf einem Festival, übernachtet im Zelt nach einer langen Nacht mit Konzerten. Aber nein, ich bin im Moment einfach nur zweifache Mutter!

Mir gefällt es sehr Mutter zu sein, mit unseren beiden Kindern. Auch wenn es wieder bedeutet dauernd müde zu sein, es gibt sehr viel ein solch winziges Wesen auf dem Bauch liegen zu haben und es tut gut zu wissen, dass man es beruhigen kann, als Mama. Glücklich möchte ich, dass sie werden, das Schöne auf der Erde entdecken und über die Wunder staunen, die sich im Laufe eines Lebens auftun. Geliebt fühlen sollen sie sich und angenommen, wie sie sich.

2014

Tags: Leben, Mama sein,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben

Das Haus wird langsam

Als wir in das Haus eingezogen waren März 2011 gingen wir noch davon aus, dass die Angaben der Verkäufer wahr seien. Auf dem ersten Bild sieht man den Zustand, welchen man von außen sehen konnte. Man erzählte uns, es sei Dicht vom Dach bis in den Keller (Souterrain), die Mauern sind rein geziegelt und die "Dekoplatten" geben dem Ganzen einen rustikalen Anschein. Man könne einziehen und leben, die ersten Jahre ist nichts zu tun.

Nach einigen Monaten stellte sich heraus, dass allein dies bereits nicht stimmte. Durch die Betontreppe wurde Wasser von Außen nach Innen geleitet, so dass unter den Treppen eine Art Tropfsteinhöhle entstand. Das Bitumen und die tapezierten Platten, die das verdecken sollten, konnten ihre Funktion nicht länger erfüllen, der Schein begann zu bröckeln im wahrsten Sinne des Wortes. Auch die Wände, welche sich unter der Erde befanden waren eher einem Schwamm gleich. Hinzu kamen noch tropfende Zuwasserleitungen, welche langsam aber sicher durchgerostet waren. Selbst die Angabe des Zustandes des Leitungssystems im Haus war somit rein erfunden gewesen. Die beiden Warmluftöfen, wie unten auf dem etwas fleckigen Bild des Wohnzimmers zu sehen, haben wir richten lassen, sie waren nicht wie behauptet funktionstüchtig, ebensowenig stimmten die Heizkostenangaben mit der Realität überein. Dass in diesem Haus jemand lebte in der letzten Zeit wage ich zu bezweifeln, außer demjenigen war die ganze Zeit kalt denn wir hatten fix das Dreifache an Gaskosten zusammen, wie das Vorjahr durch die Gasag bestätig wurde an Verbrauch der Vorbesitzer.

  

Um all die Schäden zu beheben wurde nach dem Aufgraben des Erdreiches Außen auf die Blanken Ziegel eine Dicke Schicht Bitumen, ein Gitternetz sowie Styrodurplatten angebracht um das Verrutschen der Masse und das Eindringen von Wurzeln und Wasser zu verhindern. Gerade an den Rohren floss der Regen ungehindert durch das Erdreich ins Innere des Hauses. Die Treppe wurde mit eine Schutzschicht eingestrichen und mit Polygonalplatten abgedeckt, so konnte der Beton kein Wasser mehr aufnehmen und ins Innere leiten. Zum Glück hatten wir nach diesen Arbeiten die Wände dicht und unsere Tropfsteinhöhle ist nun trocken. 

Die Außenverkleidung, so stellten wir bei den Arbeiten fest, ist keine Solche. Hier waren die Angaben endlich einmal zu unserem Vorteil. Die Mauern bestehen tatsächlich aus massivem Stein, Felsbrocken in Form geschlagen, lediglich im Inneren ist eine Ziegelschicht angebracht und der Zwischenraum aufgefüllt mit Kies. Das Ganze befindet sich auf einem Fundament aus reinem hart gebrannten Ziegel. Dass all die Jahre Bewässerung jenen nicht den geringsten Schaden zufügten, spricht eindeutig für die Qualität der Grundsubstanz. Zum Glück wurde das Haus nicht von unseren Vorbesitzern gebaut, sondern von einem Handwerker. Weshalb er nach dem Bau eines eigentlich sehr schönen Hauses dieses gleich wieder verlassen musste, wissen wir nicht. Klar ist auf jeden Fall, dass jene die es übernahmen es nicht wirklich zu pflegen und erhalten wussten. Ich staune allerdings immer wieder, hat man erst einmal all das entfernt, was in den späteren Jahren verunstaltet wurde, welch gute Qualität zum Vorschein kommt, die auch so manche Geschichte aus der DDR erzählt, was die Materialverfügbarkeit etwa angeht.

  

Auf den beiden rechten Bildern ist das Innere des Souterrainbereiches zu sehen, bevor wir einzogen. Wir wussten, dass es notwendig sein würde zu streichen, auch hier und da etwas zu verschönern, zu renovieren, doch machten wir uns nicht auf das gefasst, was durch das viele Wasser geschehen würde, gingen wir doch fälschlicher Weise von einer trockenen Substanz aus. Es begann zu schimmeln. Und zwar an allen Ecken und Enden. Die Tapeten waren mit einem bunten Schimmelflaum überzogen, die Styroporplatten lösten sich von der Decke, der Putz bröckelte von den Wänden. Den unteren Bereich verließen wir umgehend und sammelten unser Hab nach oben. Und so hieß es für uns alles erst einmal zu entfernen, sämtliche Tapeten, Holzverkleidungen, Styroporplatten und Teppiche, anschließend wurde der lockere Putz gelöst.

Im oberen Bereich des Hauses sah es zum Glück nicht ganz so schlimm aus, wie auf dem ersten Bild zu sehen, in dem wir nun lebten, doch auch hier hatte die Feuchtigkeit ihre Spuren hinterlassen. Die Veranda und das Bad wiesen bald ebenfalls den Schimmelflaum auf. Für kurze Zeit waren wir gezwungen in nur einem Raum zu leben, zu dritt. Mit unzähligen Flöhen im uralten Teppich, da wir feststellen mussten, dass in dem Haus sich in den Teppichen Flöhe eingenistet hatten. Ich gehe bei dem Verbreitungsgrad dieser Tiere sogar davon aus, dass dies bereits durch die Hunde jener geschah, die vor uns hier "lebten". Ein Raum nach dem anderen wurde saniert. Es war es eine wahre Erlösung, als wieder mehr Räume zur Verfügung standen und das Einraum-Flohteppich-Wohnen ein Ende hatte.

  

Endlich haben wir die Arbeiten an einem Wohnzimmer mit Veranda und Außentreppe, einem Büro, zwei Schlafzimmern, einem Bad und bald noch einem Gästezimmer beendet. Es ist wahrlich angenehm endlich zu wissen, dass keine schimmeligen Wände mehr existieren, die Heizung über Holzwarumluft wie Gas und Strom funktioniert, die Leitungen so weit dicht sind und jeder einen Bereich hat, sich aufzuhalten um zu Arbeiten, zu Spielen und zu Schlafen. Nach knapp zwei Jahren ist es durch die Unterstützung lieber Menschen, gerade meinem Vater der uns mit vollen Einsatz bei den Grab- und Elektroarbeiten und vielem mehr half, nun bald alles so weit wie wir es uns wünschten. Auf diese Weise weiß ich nun, was für ein enormer Luxus es doch ist immer im selben Zimmer zu hausen, nicht ständig die Räume samt Möbeln wechseln zu müssen.

Erst im nächsten Sommer wird die letzte Außenwand eingepackt, die zweite Treppe noch abgedichtet, das zweite Bad vielleicht in Angriff genommen, sowie das letzte noch im unverputzten Zustand existierende Zimmer bewohnbar gemacht. Doch ist das alles erst einmal nicht wichtig, da alles was der Gesundheit schadet behoben ist fürs erste und jeder seinen Bereich zum Leben hat.

Es kehrt endlich Ruhe in in unser Haus, zumindest was das Wohnen betrifft :)

Verfasst: 31.12.2013

Tags: Leben, Berlin, Haus, Wohnen,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben

Weihnachtszeit

Unsere "Rennmännchen" wie sie getauft wurden, auf dem Bild zu sehen. Naja... eigentlich sollten es ja die Hirten und die heiligen drei Könige sein. Doch wären sie in der Geschwindigkeit an Bethlehem vorbeigesaust, die sie durch die Hitze der drei Kerzen bekommen. 

Auf was für Kleinigkeiten man doch achtet, gestaltet man das Weihnachtsfest für ein Kind. Das Christkind kommt mit dem Hirschschlitten durch die Lüfte angeflogen, ein gewisser Zauber liegt in der Luft mit den leuchtenden Kinderaugen, einen Plan gibt es nicht, außer diesen Zauber lebendig werden zu lassen. Und wenn das Christkind schon kurz nach Mittag kommt, die Aufregung ist zu groß, dann war es halt als erstes bei uns, es gibt ja noch so viele andere Kinder, die ihre Geschenke bekommen. Alles ist so ruhig und gemütlich, darauf bedacht das Fest so zu gestalten, dass sich unser Sohn auch geliebt fühlt. 

Er freut sich bereits jetzt auf das nächste Jahr, am liebsten könnte es gleich morgen wieder Weihnachten sein. Es scheint, als hat es ihm ebenso gefallen wie mir. Mit einer Krippe in der alle Figuren über die Weihnachtstage schlafen gelegt wurden, den Rennmännchen und einem geschmückten Baum an dem Junior selbst die Kugeln, Sterne, glitzernde Ketten und Kerzen mit dekorierte.

Ich wünschte mir, ich hätte mehr für die Welt tun können, als nur für meine kleine Familie. Trotz Bratgockel vom Biobauern, Plätzchen mit Zutaten aus dem Naturkostladen hoffe ich irgendwann mehr bewirken zu können. Irgendwann möchte ich wissen, dass selbst die Familie gut leben kann, deren Eltern die Edelsteine bearbeitet haben, die ich verschenkte, die Schöpfung soll Lebensraum bieten für alle Geschöpfe, auch wenn wir die Früchte im Hühnchensalat essen wollen. 

Irgendwann... schaffe ich es hoffentlich einen Weg zu finden so zu leben, dass es die Zeit verändern kann, effektiv trotz der herrschenden Oligarchen, denen meine Weihnachtswünsche gewiss mehr als konträr laufen. Doch habe ich nicht die Kraft sie zu stürzen, meine Ideen, Gedanken und Wünsche über die Ihren zu stellen und zu wenig Verstandeskapazität mir etwas Brauchbares auszudenken, um Ziele und Pläne zu realisieren, die selbst der Natur einen Platz in der Schöpfung einräumt. So entzünde ich eine Kerze für all jene, denen es verwehrt ist mit Liebe um sich zu feiern und sich in einem eigentlich gegebenen Paradies wohl fühlen zu können. 

Tags: Weihnachten, Leben,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben

Kindergarten


(Paintzeichnung unseres Sohnes - Eine bunte Blumenwiese)

Kindergarten - ein Garten für Kinder, wertvoll für den Alltag, eine Bereicherung für das Kind und die Eltern, wichtig in der Vorbereitung fürs Leben. So in etwa stellte ich mir das vor, wozu ein solcher sein sollte, ganz nach einem Urvater dem Herrn Fröbel aus dem 18. Jahrhundert.

Mit dieser Illusion brach ich, als ich in Berlin die ersten Kindergärten erlebte. Liebe im Umgang miteinander, dem Leben der Schöpfung und sich selbst, all solche Gedanken hegte ich, dass die Kinder nun gepaart mit Spiel, Freude am gemeinsamen Basteln, Toben und Musizieren erfahren würden ist fern.

Was für ein Kindergarten - diese Kindergärten.

Verfasst: 15.10.2013

Tags: Kindergarten, Berlin,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben

Einsamkeit, gesucht - gefunden

Wie eine Feder getragen vom Wind des Lebens bin ich hier gelandet. In der Einsamkeit...

Vor Jahren habe ich einst einen Eintrag verfasst über genau dies, die Freude des allein Seins war in mir stark ausgeprägt. Oft suchte ich nach Stille, langen Zeiten des Schweigens, der Einsamkeit. Auf Wanderungen wie von München nach Zürich zu Fuß, allein, in Meditationszentren in zweiwöchigem Leben ohne ein Wort und auf viele andere Weisen genoss ich es für mich zu sein. Dieses Gefühl empfand ich als bereichernd, nur ich mit mir. Lebend in einem sozialen Netz, mit Freunden, Verwandten und Bekannten, einem Zuhause welches ich mein Paradies nannte bei meinem nun bereits verstorbenen Großvater, dem Opa. Ob ich dort war oder mit mir allein, ich war in mir daheim, ich war nie allein, ich hatte ja mich.

Heute ist dies anders. Ich bin nie mehr allein, es gibt keine Wochen mehr in denen ich in meiner Wohnung allein die Abende verbringe, keine Wochen mehr ohne vertraute Menschen um mich. Die Zeit des allein Seins ist vorrüber, doch nun beginnt die Zeit der Einsamkeit. Hätte mir dies vor Jahren jemand erzählt, dass ich mich jemals so fühlen könnte, ich hätte es nicht verstanden, was das sein soll. Allein sein war so etwas Schönes, mit anderen zusammen oft eher anstrengend, wenn auch immer wieder eine Bereicherung. Ein Bier trinken gehen, ins Theater, Ausritte zusammen, das war alles angenehm. Vorrüber war die schreckliche Zeit der Jugend, nie wieder Schule oder Studium, eingepferrcht auf gewisse Weise. Ich war mir gewiss es ist ein Leichtes immer im Herzen daheim bei sich zu sein.

Doch der Wind trug die Feder hier her, in ein eigenes großes Haus mit Garten, meine Familie und Millionen von Menschen in direkter Umgebung, sie wurde in die Metropole und Hauptstadt getragen. Hier bin ich nun. Einsamkeit. Nie habe ich mich so einsam gefühlt.

Einsamkeit - Früher habe ich sie gesucht, heute habe ich sie gefunden. 

Tags: Einsamkeit, Gedanken,

Kommentare (1) - Kommentar schreiben

Nagergehege

Draußen bei uns im Garten :)

Verfasst: 15.09.2013

Tags: Hase, Meerschwein, Nagergehege, Tierheim Berlin,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben

Geführt

Ali Baba heißt er, das Pony. Brav lässt sich sein Freund führen, geduldig putzen und erfreut mit ein paar Mohrrüben verwöhnen. Der kleine Schimmelwallach vertraut uns, er läuft uns einfach hinterher, braucht kaum Anweisungen, zufrieden wirkt er, auch wenn er durch Alter und Krankheit nicht mehr ganz der Agilste ist. Er wurde in seinem Leben geführt seit er ein Fohlen ist, von den Menschen gehegt und gewiss ist das ein oder andere verkehrt gelaufen. Doch er zeigt keinerlei Anstalten uns dies zu vergelten.

Wenn ich dies so sehe, denke ich auch an mich als Mutter mit meiner Verantwortung, die ich trage. Mir wird vertraut. "Mutter ist das Wort für Gott in den Herzen und auf den Lippen aller Kinder dieser Welt. Deine Tochter irrt nachts durch die Straßen und sucht Dich" (Zitat aus dem Film the crow). An meiner Führung hängt die Entwicklung, das Erleben, was zugelassen wird und was ich verhindern kann.

Verfasst: 01.09.2013

Tags: Leben, Fhren, Mutter, Verantwortung,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben
Neuere Einträge  Ältere Beiträge