Stundenblume

Leben, eine Kunst

Ronja

Nun hat sie das Licht der Welt erblickt, die kleine Ronja und ich hoffe was sie hier finden wird, gefällt ihr. Ich bin ein Banause hat man mir gesagt, aber irgendwie sieht sie aus wie mein erstes Kind ;) finde ich zumindest. Schenkt man meiner Mutter Glauben, sieht sie aus wie ich in ihrem Alter. Naja, immerhin weiß ich, dass sie ebenso wie ihr großer Bruder das hübeste aller Babys ist, auch wenn sie aussieht wie eine kleine Schildkröte. Wenn sie niesen muss, erinnert sie mich an die Uralte Morla, dem weisesten Wesen Phantasiens aus den Sümpfen der Traurigkeit und guckt mich dann aus großen Augen an, die mich doch noch nicht sehen können.

Mir gefällt es sehr zweifache Mutter zu sein, mit unseren beiden Kindern. Auch wenn es wieder bedeutet dauernd müde zu sein, es gibt sehr viel ein solch winziges Wesen auf dem Bauch liegen zu haben und es tut gut zu wissen, dass man es beruhigen kann, als Mama. Glücklich möchte ich, dass sie wird, wie ich es auch bei Timur schon versuch(t)e, das Schöne auf der Erde entdecken und über die Wunder staunen, die sich im Laufe eines Lebens auftun. Geliebt fühlen soll sie sich und angenommen, wie sie ist.

Verfasst: 03.03.2014

Tags: Leben, Mama sein,

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Das Haus wird langsam

Als wir in das Haus eingezogen waren März 2011 gingen wir noch davon aus, dass die Angaben der Verkäufer wahr seien. Auf dem ersten Bild sieht man den Zustand, welchen man von außen sehen konnte. Man erzählte uns, es sei Dicht vom Dach bis in den Keller (Souterrain), die Mauern sind rein geziegelt und die "Dekoplatten" geben dem Ganzen einen rustikalen Anschein. Man könne einziehen und leben, die ersten Jahre ist nichts zu tun.

Nach einigen Monaten stellte sich heraus, dass allein dies bereits nicht stimmte. Durch die Betontreppe wurde Wasser von Außen nach Innen geleitet, so dass unter den Treppen eine Art Tropfsteinhöhle entstand. Das Bitumen und die tapezierten Platten, die das verdecken sollten, konnten ihre Funktion nicht länger erfüllen, der Schein begann zu bröckeln im wahrsten Sinne des Wortes. Auch die Wände, welche sich unter der Erde befanden waren eher einem Schwamm gleich. Hinzu kamen noch tropfende Zuwasserleitungen, welche langsam aber sicher durchgerostet waren. Selbst die Angabe des Zustandes des Leitungssystems im Haus war somit rein erfunden gewesen. Die beiden Warmluftöfen, wie unten auf dem etwas fleckigen Bild des Wohnzimmers zu sehen, haben wir richten lassen, sie waren nicht wie behauptet funktionstüchtig, ebensowenig stimmten die Heizkostenangaben mit der Realität überein. Dass in diesem Haus jemand lebte in der letzten Zeit wage ich zu bezweifeln, außer demjenigen war die ganze Zeit kalt denn wir hatten fix das Dreifache an Gaskosten zusammen, wie das Vorjahr durch die Gasag bestätig wurde an Verbrauch der Vorbesitzer.

  

Um all die Schäden zu beheben wurde nach dem Aufgraben des Erdreiches Außen auf die Blanken Ziegel eine Dicke Schicht Bitumen, ein Gitternetz sowie Styrodurplatten angebracht um das Verrutschen der Masse und das Eindringen von Wurzeln und Wasser zu verhindern. Gerade an den Rohren floss der Regen ungehindert durch das Erdreich ins Innere des Hauses. Die Treppe wurde mit eine Schutzschicht eingestrichen und mit Polygonalplatten abgedeckt, so konnte der Beton kein Wasser mehr aufnehmen und ins Innere leiten. Zum Glück hatten wir nach diesen Arbeiten die Wände dicht und unsere Tropfsteinhöhle ist nun trocken. 

Die Außenverkleidung, so stellten wir bei den Arbeiten fest, ist keine Solche. Hier waren die Angaben endlich einmal zu unserem Vorteil. Die Mauern bestehen tatsächlich aus massivem Stein, Felsbrocken in Form geschlagen, lediglich im Inneren ist eine Ziegelschicht angebracht und der Zwischenraum aufgefüllt mit Kies. Das Ganze befindet sich auf einem Fundament aus reinem hart gebrannten Ziegel. Dass all die Jahre Bewässerung jenen nicht den geringsten Schaden zufügten, spricht eindeutig für die Qualität der Grundsubstanz. Zum Glück wurde das Haus nicht von unseren Vorbesitzern gebaut, sondern von einem Handwerker. Weshalb er nach dem Bau eines eigentlich sehr schönen Hauses dieses gleich wieder verlassen musste, wissen wir nicht. Klar ist auf jeden Fall, dass jene die es übernahmen es nicht wirklich zu pflegen und erhalten wussten. Ich staune allerdings immer wieder, hat man erst einmal all das entfernt, was in den späteren Jahren verunstaltet wurde, welch gute Qualität zum Vorschein kommt, die auch so manche Geschichte aus der DDR erzählt, was die Materialverfügbarkeit etwa angeht.

  

Auf den beiden rechten Bildern ist das Innere des Souterrainbereiches zu sehen, bevor wir einzogen. Wir wussten, dass es notwendig sein würde zu streichen, auch hier und da etwas zu verschönern, zu renovieren, doch machten wir uns nicht auf das gefasst, was durch das viele Wasser geschehen würde, gingen wir doch fälschlicher Weise von einer trockenen Substanz aus. Es begann zu schimmeln. Und zwar an allen Ecken und Enden. Die Tapeten waren mit einem bunten Schimmelflaum überzogen, die Styroporplatten lösten sich von der Decke, der Putz bröckelte von den Wänden. Den unteren Bereich verließen wir umgehend und sammelten unser Hab nach oben. Und so hieß es für uns alles erst einmal zu entfernen, sämtliche Tapeten, Holzverkleidungen, Styroporplatten und Teppiche, anschließend wurde der lockere Putz gelöst.

Im oberen Bereich des Hauses sah es zum Glück nicht ganz so schlimm aus, wie auf dem ersten Bild zu sehen, in dem wir nun lebten, doch auch hier hatte die Feuchtigkeit ihre Spuren hinterlassen. Die Veranda und das Bad wiesen bald ebenfalls den Schimmelflaum auf. Für kurze Zeit waren wir gezwungen in nur einem Raum zu leben, zu dritt. Mit unzähligen Flöhen im uralten Teppich, da wir feststellen mussten, dass in dem Haus sich in den Teppichen Flöhe eingenistet hatten. Ich gehe bei dem Verbreitungsgrad dieser Tiere sogar davon aus, dass dies bereits durch die Hunde jener geschah, die vor uns hier "lebten". Ein Raum nach dem anderen wurde saniert. Es war es eine wahre Erlösung, als wieder mehr Räume zur Verfügung standen und das Einraum-Flohteppich-Wohnen ein Ende hatte.

  

Endlich haben wir die Arbeiten an einem Wohnzimmer mit Veranda und Außentreppe, einem Büro, zwei Schlafzimmern, einem Bad und bald noch einem Gästezimmer beendet. Es ist wahrlich angenehm endlich zu wissen, dass keine schimmeligen Wände mehr existieren, die Heizung über Holzwarumluft wie Gas und Strom funktioniert, die Leitungen so weit dicht sind und jeder einen Bereich hat, sich aufzuhalten um zu Arbeiten, zu Spielen und zu Schlafen. Nach knapp zwei Jahren ist es durch die Unterstützung lieber Menschen, gerade meinem Vater der uns mit vollen Einsatz bei den Grab- und Elektroarbeiten und vielem mehr half, nun bald alles so weit wie wir es uns wünschten. Auf diese Weise weiß ich nun, was für ein enormer Luxus es doch ist immer im selben Zimmer zu hausen, nicht ständig die Räume samt Möbeln wechseln zu müssen.

Erst im nächsten Sommer wird die letzte Außenwand eingepackt, die zweite Treppe noch abgedichtet, das zweite Bad vielleicht in Angriff genommen, sowie das letzte noch im unverputzten Zustand existierende Zimmer bewohnbar gemacht. Doch ist das alles erst einmal nicht wichtig, da alles was der Gesundheit schadet behoben ist fürs erste und jeder seinen Bereich zum Leben hat.

Es kehrt endlich Ruhe in in unser Haus, zumindest was das Wohnen betrifft :)

Verfasst: 31.12.2013

Tags: Leben, Berlin, Haus, Wohnen,

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Weihnachtszeit

Unsere "Rennmännchen" wie sie getauft wurden, auf dem Bild zu sehen. Naja... eigentlich sollten es ja die Hirten und die heiligen drei Könige sein. Doch wären sie in der Geschwindigkeit an Bethlehem vorbeigesaust, die sie durch die Hitze der drei Kerzen bekommen. 

Auf was für Kleinigkeiten man doch achtet, gestaltet man das Weihnachtsfest für ein Kind. Das Christkind kommt mit dem Hirschschlitten durch die Lüfte angeflogen, ein gewisser Zauber liegt in der Luft mit den leuchtenden Kinderaugen, einen Plan gibt es nicht, außer diesen Zauber lebendig werden zu lassen. Und wenn das Christkind schon kurz nach Mittag kommt, die Aufregung ist zu groß, dann war es halt als erstes bei uns, es gibt ja noch so viele andere Kinder, die ihre Geschenke bekommen. Alles ist so ruhig und gemütlich, darauf bedacht das Fest so zu gestalten, dass sich unser Sohn auch geliebt fühlt. 

Er freut sich bereits jetzt auf das nächste Jahr, am liebsten könnte es gleich morgen wieder Weihnachten sein. Es scheint, als hat es ihm ebenso gefallen wie mir. Mit einer Krippe in der alle Figuren über die Weihnachtstage schlafen gelegt wurden, den Rennmännchen und einem geschmückten Baum an dem Junior selbst die Kugeln, Sterne, glitzernde Ketten und Kerzen mit dekorierte.

Ich wünschte mir, ich hätte mehr für die Welt tun können, als nur für meine kleine Familie. Trotz Bratgockel vom Biobauern, Plätzchen mit Zutaten aus dem Naturkostladen hoffe ich irgendwann mehr bewirken zu können. Irgendwann möchte ich wissen, dass selbst die Familie gut leben kann, deren Eltern die Edelsteine bearbeitet haben, die ich verschenkte, die Schöpfung soll Lebensraum bieten für alle Geschöpfe, auch wenn wir die Früchte im Hühnchensalat essen wollen. 

Irgendwann... schaffe ich es hoffentlich einen Weg zu finden so zu leben, dass es die Zeit verändern kann, effektiv trotz der herrschenden Oligarchen, denen meine Weihnachtswünsche gewiss mehr als konträr laufen. Doch habe ich nicht die Kraft sie zu stürzen, meine Ideen, Gedanken und Wünsche über die Ihren zu stellen und zu wenig Verstandeskapazität mir etwas Brauchbares auszudenken, um Ziele und Pläne zu realisieren, die selbst der Natur einen Platz in der Schöpfung einräumt. So entzünde ich eine Kerze für all jene, denen es verwehrt ist mit Liebe um sich zu feiern und sich in einem eigentlich gegebenen Paradies wohl fühlen zu können. 

Tags: Weihnachten, Leben,

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Kindergarten


(Paintzeichnung unseres Sohnes - Eine bunte Blumenwiese)

Kindergarten - ein Garten für Kinder, wertvoll für den Alltag, eine Bereicherung für das Kind und die Eltern, wichtig in der Vorbereitung fürs Leben. So in etwa stellte ich mir das vor, wozu ein solcher sein sollte, ganz nach einem Urvater dem Herrn Fröbel aus dem 18. Jahrhundert.

Mit dieser Illusion brach ich, als ich in Berlin die ersten Kindergärten erlebte. Liebe im Umgang miteinander, dem Leben der Schöpfung und sich selbst, all solche Gedanken hegte ich, dass die Kinder nun gepaart mit Spiel, Freude am gemeinsamen Basteln, Toben und Musizieren erfahren würden ist fern.

Was für ein Kindergarten - diese Kindergärten.

Verfasst: 15.10.2013

Tags: Kindergarten, Berlin,

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Einsamkeit, gesucht - gefunden

Wie eine Feder getragen vom Wind des Lebens bin ich hier gelandet. In der Einsamkeit...

Vor Jahren habe ich einst einen Eintrag verfasst über genau dies, die Freude des allein Seins war in mir stark ausgeprägt. Oft suchte ich nach Stille, langen Zeiten des Schweigens, der Einsamkeit. Auf Wanderungen wie von München nach Zürich zu Fuß, allein, in Meditationszentren in zweiwöchigem Leben ohne ein Wort und auf viele andere Weisen genoss ich es für mich zu sein. Dieses Gefühl empfand ich als bereichernd, nur ich mit mir. Lebend in einem sozialen Netz, mit Freunden, Verwandten und Bekannten, einem Zuhause welches ich mein Paradies nannte bei meinem nun bereits verstorbenen Großvater, dem Opa. Ob ich dort war oder mit mir allein, ich war in mir daheim, ich war nie allein, ich hatte ja mich.

Heute ist dies anders. Ich bin nie mehr allein, es gibt keine Wochen mehr in denen ich in meiner Wohnung allein die Abende verbringe, keine Wochen mehr ohne vertraute Menschen um mich. Die Zeit des allein Seins ist vorrüber, doch nun beginnt die Zeit der Einsamkeit. Hätte mir dies vor Jahren jemand erzählt, dass ich mich jemals so fühlen könnte, ich hätte es nicht verstanden, was das sein soll. Allein sein war so etwas Schönes, mit anderen zusammen oft eher anstrengend, wenn auch immer wieder eine Bereicherung. Ein Bier trinken gehen, ins Theater, Ausritte zusammen, das war alles angenehm. Vorrüber war die schreckliche Zeit der Jugend, nie wieder Schule oder Studium, eingepferrcht auf gewisse Weise. Ich war mir gewiss es ist ein Leichtes immer im Herzen daheim bei sich zu sein.

Doch der Wind trug die Feder hier her, in ein eigenes großes Haus mit Garten, meine Familie und Millionen von Menschen in direkter Umgebung, sie wurde in die Metropole und Hauptstadt getragen. Hier bin ich nun. Einsamkeit. Nie habe ich mich so einsam gefühlt.

Einsamkeit - Früher habe ich sie gesucht, heute habe ich sie gefunden. 

Tags: Einsamkeit, Gedanken,

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Nagergehege

Draußen bei uns im Garten :)

Verfasst: 15.09.2013

Tags: Hase, Meerschwein, Nagergehege, Tierheim Berlin,

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Geführt

Ali Baba heißt er, das Pony. Brav lässt sich sein Freund führen, geduldig putzen und erfreut mit ein paar Mohrrüben verwöhnen. Der kleine Schimmelwallach vertraut uns, er läuft uns einfach hinterher, braucht kaum Anweisungen, zufrieden wirkt er, auch wenn er durch Alter und Krankheit nicht mehr ganz der Agilste ist. Er wurde in seinem Leben geführt seit er ein Fohlen ist, von den Menschen gehegt und gewiss ist das ein oder andere verkehrt gelaufen. Doch er zeigt keinerlei Anstalten uns dies zu vergelten.

Wenn ich dies so sehe, denke ich auch an mich als Mutter mit meiner Verantwortung, die ich trage. Mir wird vertraut. "Mutter ist das Wort für Gott in den Herzen und auf den Lippen aller Kinder dieser Welt. Deine Tochter irrt nachts durch die Straßen und sucht Dich" (Zitat aus dem Film the crow). An meiner Führung hängt die Entwicklung, das Erleben, was zugelassen wird und was ich verhindern kann.

Verfasst: 01.09.2013

Tags: Leben, Fhren, Mutter, Verantwortung,

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Gedichte

Eine kleine Sammlung meiner Gedichte ist hier zu finden.
Tags: Gedicht,

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Der Thunfisch und das Paradies


(Bild Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Thunfische)

Gelbflossenthunfisch nennt sich diese Art im Speziellen, dieser großen Raubfische. Vor langer Zeit einmal befasste ich mich bereits mit der Fischerei, irgendwann geriet es ins Abseits mit den großartigen Gedanken um mein Essen. Ich kaufte im Biomarkt und am besten nach Gütesiegeln oder Marken, Demeter z.B. bevorzugte ich. Von München nach Berlin verschlagen, gelangte ich hier in eine Ecke, in der kein Biomarkt existiert. So kaufte ich anfangs vor mich hin, doch erinnerte ich mich, Thunfisch... irgendetwas war damit. Nun weiß ich es wieder. Die Fanggebiete, die Methoden des Fangs und Vieles mehr spielen hierbei eine große Rolle. 

So schlenderte ich durch die Regale, betrachtete all die Lebensmittel und wurde mir einfach nicht einig, was ich nun kaufen sollte. Die Recherchen um so manche Produkte dauerten eine Weile. Gar nicht so einfach eine solche Liste:

http://www.oekotest.de/bin/print/M1103-Thunfischfang.pdf

etwa über den Thunfisch zu finden. Doch es lohnt sich, so bin ich der Meinung. Nun bin ich um einiges schlauer, vielleicht merke ich es mir diesmal sogar und behalte im Gedächtnis, wie er aussieht dieser Fisch. Wenn ich allerdings lese in all den Artikeln, wie viele Tierarten vom Aussterben bedroht sind, wie viele Gebiete im Meer bald aussehen wie eine Wüste, da zieht es mir mein Herz zusammen. Ich wünsche dem Thunfisch von ganzem Herzen, dass die Menschen die Kurve noch schaffen und beginnen über ein wenig mehr nachzudenken wie das Geld, und sich selbst. Wir unterscheiden uns im Grunde im Augenblick in keinster Weise von einem Neandertaler in dieser Hinsicht. Vom Bett in die Arbeit, mit der Beute nach Hause. Nur dass es von ihnen so wenige gab und sie so unwissend waren, dass sie kaum einen Schaden anrichten konnten.

Wir hätten an sich eine Ausgangssituation aus der wir erwachsen könnten, ich wünsche mir eine Welt mit Menschen die nachzudenken beginnen, den Wunsch nach einem paradisischen Leben mit mir teilen und umsetzen. Für mich selbst, für alle anderen, für die ganze Welt. Wir leben im Paradies, wir müssen es nur pflegen und erhalten. Ich wünsche mir die Thunfische im Paradies, ebenso wie mich selbst und die gesamte Schöpfung.

Verfasst: 23.07.2013

Tags: Thunfisch, Leben, Paradies, Natur, Umwelt, Einkaufen, Nachhaltigkeit, Lebensmittel,

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In Berlins Gosse zu Hause

In Berlins Gosse zu Hause... schon fast ein Paradox. Ich bin mir nicht sicher, ob es ein Haus gibt in dem sie wohnen (können). Dies sind jene, die es nicht geschafft haben ins soziale Netz zu gelangen, mit HarzIV eine Wohnung, Aldiessen, Fernseher und Krankenversicherung zu bekommen. Es gibt sie und sie sind nicht zu übersehen.

Wie viele es sind, ich weiß es nicht, mir erscheint es zahllos hier in Berlin, die Armut ist enorm. Auf den Wegen zu den Ausflügen komme ich an ihnen vorbei, fahre durch Stadtteile die wahrlich als Gosse bezeichnet werden können. War dies einst eine Rinne in der Fäkalien flossen, die Gosse, ist sie heute mitten in der Stadt, überall ein wenig davon verteilt, zwischen dem normalen Alltag. Es sind heute Mauerecken, Parksträucher oder auch einfach der Eingang zur U-Bahn, wo man Flecken riecht und sieht, Urin, Kot und Blutreste kleben an den Steinen. Menschlicher Usprung ist gewiss. Hier leben Menschen, in dieser Gosse. Oder überleben? Leben sie überhaupt? Ich bin mir da nicht mehr so sicher.

Ein Beispiel erlebe ich fast täglich, wenn ich dann mit meinem Auto durch die Straßen fahre. Mütter mit ihren Kindern, zum Teil sogar mit Baby im Arm, die Scheiben von meinem Fahrzeug putzen wollend. Sie leben hier, sind nicht gemeldet so die Polizei als ich einmal nachfragte. Sie verstehen kein Wort, treten und spucken gegen das Auto zum Teil sogar, schimpfen und zetern in Kauderwelsch, mit vielleicht gerade einmal 10 Jahren. Einen Putzschwamm in der einen Hand, eine Sprühflasche in der anderen. Zeigt man sich gegen Fensterputzen eingestellt und zahlt nicht, stellen sie sich mit ihren wenigen Jahren hier auf der Erde vors Auto, damit man nicht weiterfahren kann. Erst wenn man aufs Pedal drückt und loszufahren scheint, bewegen sie sich. Dies alles geschieht unter der Aufsicht von Mama und manchmal auch Papa. Zum einen stimmt es mich innerlich traurig, zum anderen regt sich in mir eine Art Hass gegen diese Eltern. 

Kinderhände die nach Geld greifen, mit leeren Augen einen ansehend, Eltern mit einem toten Blick das Geld überwachend, welches eingesammelt wird... kombiniere ich dies nun mit den menschlichen Ausscheidungen in rot, gelb und braun, brrr... während ich diese Gedanken hege, begebe ich mich mit meinem Sohn ins Meuseum, genieße das Flair des hofiert werdens als wissenschaftsinteressierter Gast, der täglich kommt. All dies nur ein paar Meter weiter in einer gepflegten Anlage, in einem alt ehrwürdigen Gebäude. Umsorgt und beühtet wächst der Kleine auf, Geld ist für ihn was Glitzerndes, die größte Gefahr ist das Verschlucken von kleinen Münzen. Materie dient dem Spiel, zum Unfug machen, die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Ich komme wieder ins Nachdenken, während ich dies Leben genieße. Sie würden es  nicht einmal verstehen, wenn ich die Kinder einladen würde ins Museum, der Fensterputzer, sie können nicht ein Wort unserer Sprache. 

Sie sind in Berlins Gosse zu Hause, ohne Dach über dem Kopf vielleicht sogar. Im Winter existieren sie vermutlich irgendwo eingepferrcht um nicht zu erfrieren eine Stereoanlage wird vielleicht angebetet auf dem materiellen Altar, wie ich es einst in Sri Lanka erlebte, die kaputten Handys stehen als Heilige darum herum versammelt. Manch einer lebt gewiss auch auf der Straße, auch im Winter. Der ein oder andere erfriert vielleicht auch, oder stirbt weil ihn kein Arzt behandelt, oder sie erstechen sich auch einfach gegenseitig, wie ich es bei Bandenkämpfen in Bayern erlebte und jene waren noch nicht einmal arm. Die Armen Kinder, geboren und am Leben gehalten einzig um die Kinderhände nach Geld auszustrecken.

Verfasst: 07.06.2013

Tags: Armut,Berlin,

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