Stundenblume

Leben, eine Kunst

Ein Winterhaus für den Igel

Da ist er zu sehen, unser nächtlicher Besucher. Dieser Igel ist einer von etwa 3 Igeln, die bei uns herum laufen. So ganz genau weiß ich immer nicht, wie viele es sind und wer welcher ist. Aber sie kommen immer wieder, jedes Jahr. Und jedes Jahr versuche ich aufs Neue ein schönes Winterquartier zu bieten. Bisher nicht wirklich mit sehr viel Erfolg gekrönt. Das liegt wohl daran, dass man sehr viel falsch machen kann, beim Winterhaus für den Igel. Somit habe ich mir dieses Mal noch mehr Mühe gegeben:

Ich zähle einmal die Fehler auf, welche ich die letzten Jahre machte und wie ich sie nun versucht habe in den Griff zu bekommen. Sollte jemandem etwas einfallen, das ich noch vergessen habe, so kann mich jeder der möchte gern hier oder bei Facebook in den Kommentaren anschreiben:

  1. Das Haus

    Zu Anfang bekam ich als Geschenk vom Nachbarn ein geflochtenes Igelhäuschen. Es hieß man müsste es einfach nur mit einer Plane abdecken, auf den Boden stellen und Laub darüber tun. Das funktionierte nicht, denn das Korbgeflecht ist überhaupt nicht in der Lage mit dem Druck durch Regen/Schnee fertig zu werden. Der Laubhaufen fiel in sich zusammen. 

    -> Somit gibt es jetzt ein stabiles Holzhaus gefüllt mit "geföhntem" Stroh (rottet so gut wie gar nicht)
     
  2. Die Abdeckung

    Die Idee war damals, einfach eine Plastikplane darüber und gut ist. Aus irgend einem mir unbekannten Grund ist das aber überhaupt nicht gut gewesen. Unter der Plastikplane fing alles an zu gammeln über den Winter. Im Frühjahr war es ziemlich angerottet, was unter der Plane war. 

    -> Somit gibt es jetzt ein solides Steinplattendach aus Polygonalplatten
     
  3. Der Untergrund

    Unser Boden hier eignet sich stellenweise überhaupt nicht, um ein Igelhaus einfach so darauf zu stellen. Ich stellte fest, dass es einen ganz ekelhaften Untergrund bildet, wenn im Winter ein Häuschen darauf steht und Feuchtigkeit hinein kommt. Bedenkt man, dass der Igel wenn er dort wohnt auch dort seine Toilette hat kann das einfach nicht funktionieren.

    -> Als Lösung habe ich diesmal eine Kuhle ausgehoben und mit Sand gefüllt
     
  4. Ein Fundament

    Direkt auf den Sand setzen ist aber vielleicht auch keine so ganz perfekte Idee, der Hygiene wegen.

    -> Da ich aus der Kleintierhaltung weiß, dass am besten natürlich beschichtetes Holz funktioniert, wenn Tiere keine echten Toilettennutzer sind, habe ich dem Haus dieses Jahr ein Fundament gegönnt. Zwei beschichtete Bretter dienen somit als Fundament bzw ja eigentlich sogar als "Wohnungsdielen".
     
  5. Die Stabilität

    Ein weiteres Problem war, dass es sich um freie Natur handelt und keinen geschützten Rahmen. Kommt ein Raubtier vorbei, wird es unter Umständen versuchen das Haus wegzuschieben oder Ähnliches. Irgend ein Tier hatte es ein Jahr versucht und geschafft das Haus zu verschieben. 

    -> dieses Jahr ist das Haus ein wenig eingegraben und mit 10 Litern Steinen umrahmt. Dieses Jahr ist es nicht mehr verschiebbar. Auch der Eingang ist mit Scheitholz stabilisiert sowie der gesamte Haufen mit großen Ästen.

Dann bin ich nun gespannt, ob dieses Jahr ein Untermieter in meinem Garten einziehen wird! Hoffentlich habe ich dieses Jahr immerhin ein gutes Bauwerk zusammen gebastelt :)

Tags: Igel, Winterhaus,

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