Stundenblume

Leben, eine Kunst

Sommerferien 2017 - der Ohrwurm der vergangenen Arbeit

Seit zwei Wochen sind sie, die lang ersehnten großen Ferien und die damit auch einkehrende Sommerpause für mich - von der ehrenamtlichen Arbeit. Das letzte Jahr verlief im Resumee erfolgreich, immerhin wurde eine Kinder- und Jugendhilfe-Maßnahme ins Leben gerufen, worüber auch im Kobinet ein Artikel zu lesen ist "Endlich Ferien nach erfolgreichem Zeugnis". Im Haus und Garten ist mittlerweile auch einiges fertig geworden, manche Bereiche im Haus sogar mehr, als eigentlich vorerst vorgesehen war. Zwischendrin sah es so aus, als würde der Verein zusätzliche Räume brauchen, die wir dafür herrichteten, jetzt haben wir das Stockwerk doch selbst behalten, da die Kreativwerkstatt dann letztendlich niemand finanzieren und somit eröffnen wollte.

Innerlich abschalten von der Arbeit ist gar nicht so leicht, gerade da im homeoffice keine räumliche Trennung existiert. So richtig ein Unterschied ist es nicht, wenn man nicht weg fährt. Aber sparsam leben steht auf dem Programm, Ehrenamt hat den einen Nachteil, dass es kein Geld dafür gibt. Also will auch das Urlaub machen zu Hause irgendwie klappen werden. Unsere neue Katze, die Flora, macht es wie auf diesem Bild aber schon gut vor wie das geht. Hinlegen, ausschlafen, gemütlich machen sind schon ein paar gute Ideen auf jeden Fall. Jetzt haben wir einen "Stubenpanther" und einen "Stubenpuma" - so wirken sie die beiden hübschen Damen.

Ein schöner großer Sandkasten ist fertig angelgt mit einer kleinen Rasenfläche. Ein Mini-Pool wurde den Kids geschenkt, so lässt es sich bei der Sommerhitze auch aushalten. Auf der Terrasse sitzen und Wasserbomben basteln ist zum Kaffee auch mal eine nette Abwechslung. Langsam kehrt die Erinnerung zurück, was ich zuvor alles machte, bevor ich mit dem Verein begonnen hatte, war ich doch 3 Jahre durchgehend Vollzeitmama gewesen. Es scheint wie eine Ewigkeit her, dabei war es von Sommer 2015 bis jetzt ja nur ein Bruchteil meines Lebens.

Wie man überhaupt 2 Jahre durchgehend arbeiten kann? Früher hatte ich Menschen nicht so richtig verstanden, die für eine Sache "brannten". 50 Stunden Arbeit pro Woche waren mir als selbständig Tätige vertraut, aber letztendlich waren es Aufträge die es abzuarbeiten galt, für eine Bezahlung, auch wenn ich es gern gemacht hatte. Soziales Engagement lief nebenher, Urlaub war wenn ich ihn zwischen die Aufträge schob, ich konnte mir sozial sein auch irgendwie gut leisten. Letztendlich bedeutet es grundsätzlich ein ganz andere Lebenweise, wenn man für Geld arbeitet.

Mutter-Sein mit 30 Stunden/Woche für soziale Projekte als "Geschenk für Vater Staat" reicht aber ohne Urlaub aus, um das deutlich an Intensität zu übertreffen - und so weiß ich heute wie das geht, für eine Sache zu brennen und wirklich in etwas zu investieren.

Mal sehen was sich noch alles anstellen lässt, damit der Ohrwurm der vergangenen Arbeit zum Schweigen gebracht werden kann. - Immerhin haben meine Kinder sich die Ferien wirklich verdient, war ich doch die letzten zwei Jahre für sie kaum noch wirklich "da" und immer mit "dem Kopf wo anders", bei irgend welchen Projekten für die es Lösungen zu konzepten, entwickeln und Realisieren bedurfte. Also nun heißt es also bis September "nur" noch Mutter sein und es sich zu Hause schön machen und vielleicht auch mal eine Woche Freunde besuchen fahren.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen schöne Ferien! smiley

Tags: Urlaub, Ferienzeit, zu Hause,

Kommentare (0) - Kommentar schreiben
Keine Kommentare zu diesem Artikel vorhanden.