Stundenblume

Leben, eine Kunst

Die ersten drei Jahre

Hier habe ich nun eine Sammlung an Tips erstellt, für die Beschäftigung eines Kindes bis zu drei Jahren und darüber hinaus versteht sich, wenn es interessant bleibt. Ich hatte das einmal in ein Forum eingestellt und diesen Beitrag nun hier her übertragen, damit er mir nicht verloren geht:

Bücher

Unsere kleine Bibliothek hat sich definitiv gelohnt. Bei uns fing diese Sammlung an mit dem ersten Lebensjahr bereits zu wachsen. Es gibt wunderschöne Stoff- und Fühlbücher die mit kleinen Glöckchen, Knisterpapier, Spiegelchen und vielem mehr ausgestattet sind. Mit Hand und Mund werden die ersten Erfahrungen gemacht. Am besten gefielen mir hierbei jene aus Naturstoff die waschbar sind, später als das Erleben mit dem Mund in den Hintergrund geriet und mehr das Visuelle und Akustische in den Vordergrund trat kamen viele Bücher hinzu, auch welche die Bild und Ton verbinden durch Tasten, Bilderbücher und dann natürlich Text und Bild, von denen ich auf dem Bild eine kleine Auswahl photographierte. Am besten gefallen unserem Sohn die Märchen, dieses Buch habe ich täglich in der Hand. Ob in der Früh zum langsam beginnen oder auch am Abend vorm zu Bett gehen, für Regentage, eigentlich ist eine Lesestunde immer etwas Feines, für das wir uns dann in die Kuschelecke setzen, die meist mit einem Haufen der Lieblingsbücher versehen ist.

Fimo
 
 
Dies eignet sich besonders gut, um bestimmte Szene aus Büchern, Filmen oder Spielen, dem Leben, Träumen oder was auch immer nachzubilden. Wenn meinem Sohn etwas Wichtig ist, dann nehme ich das meist ins tägliche Geschehen mit auf, damit er selbst Wege finden kann damit umzugehen. Fimo hat den großen Vorteil, dass es nicht kaputt zu bekommen ist durch Werfen oder etwa ein darauf treten, oder auch dem Test wie stabil das ist. Um von einem dieser Angry-Birds aus seinem Computerspiel nachgebildet einen Schnabel abzureißen etwa, reicht mit der Hand knibbeln nicht. Versucht habe ich es noch nicht, aber vermutlich müsste man in der Tat grob mechanisch oder mit Werkzeug zugange sein, damit man diese runden Vögel in Einzelteile zerlegt bekommt.
 
Bouncing-Putty
 
 
Sollte sich Fimo einmal als unpraktisch erweisen, da etwas Leichtes (Ball) oder auch Kostengünstigeres (größere Figuren) benötigt wird, so kann ich Bouncing-Putty empfehlen. Diese Masse klebt in allen Farben mindestens so gut aneinander wie Knetmasse, ist aber wesentlich leichter. Diese Figuren hier auf dem Bild sind nicht ganz praktisch, "Mucklas" aus dem Buch Petterson und Findus, da ihnen die Gliedmaßen viel zu leicht abgebrochen sind, der Ball von dem ich gerade kein Bild zur Hand habe allerdings, lebt bis heute und das ist nun bereits ein halbes Jahr unter Benutzung. Für etwas ruhigere Gemüter bei denen nicht immer alles sämtlichen Härtetests unterzogen wird, ist es aber sehr brauchbar. Auch wenn einem die Kosten wichtig sind, denn eine solche Dose verursacht fast Keine im Vergleich zu Fimo etwa. Verzichtet man auf lange Schwänze und arbeitet man eng anliegende Gliedmaßen auch gut ein halten sie Stürze leicht aus, denn sie hüpfen dann ein wenig diese Figuren und landen wohl behütet auch aus 2 Metern ein kleines Stücken weiter.
 
Ton
 
 
Selbst wenn man keinen Brennofen zur Verfügung hat, so entstehen doch ganz Nette Ergebnisse, lässt man den Ton etwa eine Woche liegen, wie ich es mit diesen "Marienkäfern" gemacht habe. Sie werden allerdings etwas Kleiner und es steht einem somit nicht die volle Vielfalt an Formen und Möglichkeiten zur Verfügung, auch würden sie sich in Wasser auflösen, legt man sie hinein. Kennt man in der Nähe Künstler, Schulen,... die über einen Brennofen verfügen, kann man aber auch Kerzenständer, Eierbecher und vieles mehr zaubern. Die Vorteile von Ton sind aus meiner Sicht seine "bazige" Substanz, seine Natürlichkeit, das "Einsauen" des Kindes beim Werken, es ist günstig in rauen Mengen zu bekommen und es lässt sich sehr leicht auch für kleine Kinder erkennen, dass man etwas Schönes oder gar Nützliches Geschirr daraus entstehen lassen kann. Mit bunten, klebrigen Händen entsteht etwas, es wird gerollt, geknetet, platt gedrückt und das eigentlich fast alles in Eigenleistung, hinterher ist die Kleidung und die Hände richtig schön tonig. Die Gegenstände die hiermit geschaffen werden sind bei mir weniger Figuren zum Spielgebrauch denn eher für den Alltag des täglichen Lebens, was dem Ganzen seine Besonderheit verleiht, es ist ein richtiges Handwerk, das sogar schon ein Dreijähriger bewerkstelligen kann.
 
Holz und Co
 
 
Wenn ich etwas vorbereitet habe, bei dem es etwas zu hämmern oder zu klopfen gibt, war die Freude bisher immer groß. Hier ist auf dem Bild gerade ein Nistkasten am entstehen. Die Bausätze für so etwas gibt es zu Hauf, aber selbst ohne diese ist mit wenig Aufwand sehr viel zu bauen. Ein Hotel für Insekten etwa, kleine Kisten um etwas darin aufzubewahren und so manches mehr kommt aber auch völlig ohne Anleitung und fertigen Sätzen zu einem ordentlichen Ergebnis. Die Fertigen Werken-Pakete haben eigentlich nur den Vorteil, dass man selbst nicht noch etwas zuschneiden muss und somit eigentlich alles bereits für den Sprössling fertig ist, sowie auch Kleber und Holzhammer z.B. schon beiliegt. Günstiger kommt man aber natürlich hier wesentlich, hält man sich an die Variante die Teile einzeln sich im Baumarkt oder aus bestehenden Restbeständen zusammen zu sammeln.
 
Federn
 
 
In unserer Umgebung leben viele Vögel und regelmäßig zur Mauserzeit sind allerlei Vogelfedern zu finden. Diese gemauserten Federn sind sauber und gut erhalten, um gegen etwaige Haarlinge vorzugehen, ist es anzuraten sie mit Shampoo oder Spülmittel zu waschen. Große Federn wie jene von Raubvögeln etwa eignen sich sehr gut daraus eine echte Schreibfeder zu basteln, indem man den Federkiel zurechtschneidet, oder man nimmt sich alternativ eine fertige Variante aus dem Laden und bindet/klebt sie daran fest. Ich habe beides ausprobiert, es kommt hierbei sehr auf das Gemüt und Alter des Kindes an, was geeigneter ist. Freude bereitet es allerdings allemal für den Nachwuchs. Wir sammeln die Federn in einer schönen Schatulle, die kann natürlich auch selbst gemacht werden, um sie für geklebte Bilder, Mandalas und später auch einmal einen Traumfänger und Vieles mehr parat zu haben.
 
Wachs
 
 
Wachsplatten gibt es einzeln zu kaufen, oder gleich in ganzen Paketen mit einer recht guten Farbauswahl. Kerzen sind in allen Größen und Farben zu bekommen, so steht der Bastelei nichts im Wege außer der Beschichtung, mit der die meisten Kerzen versehen sind. Ich nehme mir hierfür ein Messer und ziehe die äußerste Schicht ab, indem ich die Schneide in einem 45 Grad Winkel etwa ansetze, so dass die Oberfläche zudem auch angeraut wird. Die Wachsplatten kann man zuschneiden in gewünschte Formen, diese aber auch noch bearbeiten und zu Kugeln, Rollen, Klecksen oder was auch immer man möchte formen. Ist die Außentemperatur warm und die Hände ebenfalls, lässt es sich gut aufdrücken, was die Kerze dann zieren soll. Ist dies nicht gegeben, helfe ich mit einem Feuerzeug nach. Wir haben die ersten Kerzen mit 2 Jahren begonnen zu gestalten, jetzt mit 3 sitze ich eigentlich nur noch daneben und sehe zu, reiche ab und an etwas oder helfe mit, wenn das erwünscht ist. Ob für den Eigenbedarf oder als Geschenk, diese Bastelei ist eine sehr Brauchbare, da wir in unserem Haushalt oft Kerzen zu allen möglichen Anlässen (Abendstunden) und Feierlichkeiten (Ostern etc) aufstellen.
 
Gartengewusel
 
 
Ob es sich nun um die Molche handelt, die im Frühjahr aus den Schächten gefischt werden wollen, um sie dann auf warme Steine am Teich zu setzen, oder auch in der Hand mit ein bisschen Wasser aus ihrer Starre erwachen zu lassen, oder die Frösche beim Quaken sind, bisher konnte ich damit immer begeistern. Gemeinsam beobachten wie die kleinen Kaulquappen heranwachsen und aus ihnen Frösche werden, dies mit Fotos dokumentieren und sich immer wieder einmal ansehen ist ebenso wie ein Vogelhäuschen das mit Futter gefüllt wird und man täglich am Fenster stehen kann in der Früh als kleines Ritual immer einige Momente wert mit Aufmerksamkeit bedacht zu werden. So zumindest nach meiner Erfahrung und ich muss mir bisweilen schon etwas einfallen lassen, damit der Rechner oder das Handy nicht wieder erwähnt wird, als mögliche Alternative. Natur mit all ihren Facetten ist und bleibt ein Dauer-Renner seit 3 Jahren nun. Vom Vogel über den Käfer, die Ameisen und Larven, Kröten, Frösche, Igel... 
 
Ernte
 
 
Alle Pflanzen, die abgeerntet werden können findet unser Sohn besonders spannend. Ein eigenes Beet im Garten mit Erdbeerpflanzen, Himbeeren und was sonst noch gern genascht wird und eigentlich ein Selbstläufer ist vom Wasser abgesehen, kann auch so manche Stunde draußen bereichern und sei es nur das tägliche Gießen. Hinzu kommt im Herbst natürlich noch die große Erntezeit in der Äpfel, Kirschen, Nüsse und vieles mehr das eingesammelt werden kann. In der Zeit der reifen Kirschen etwa, wenn wir draußen sitzen bei Tee und Keksen, ist es eine lange Beschäftigung die Kirschen alle mehr oder weniger einzeln zu Pflücken von unserem Miniatur-Sauerkirschen-Baum (gibt es als Züchtung zu kaufen), sie in einer Schüssel zu sammeln, zu entkernen und das dann anzubieten. Nur sollte bei allen diesen "Arbeiten" bedacht werden, dass die Kleidung unter Umständen nie wieder sauber zu bekommen ist und von daher mit Bedacht gewählt werden sollte. Viele Pflanzen enthalten Farbstoffe, die äußerst Hartnäckig sind.
 
Schnee
 
 
Den Klassiker Schneemann kennt gewiss ein Jeder. Doch eignet sich gerade Schnee besonders gut dazu vielerlei Spielmöglichkeiten zu kreieren. Hier auf diesem Bild ist ein "König Grummelstein" zu sehen aus dem letzten Winter, eine Nachbildung aus dem Computerspiel Mario. Gerade die Gestaltung des Spielbereiches draußen im Garten im Winter ist für mich etwas sehr Bereicherndes, denn dadurch wird es erst richtig interessant auch bei Temperaturen unter 0 Grad das Haus zu verlassen. Auf diese Weise kann neben der Schneeballschlacht und dem Eiszapfen sammeln immer wieder ein anderer Raum geschaffen werden, in dem mal der Schneemann und das Vogelhäuschen im Vordergrund steht und das Beobachten der Tiere, beim nächsten Schneefall verwandelt sich der selbe Ort zum Parcours.
 
Backen
 
 
Bevor der erste Advent beginnt steht bei uns jedes Jahr Plätzchen Backen auf dem Plan. Mein Sohn genoss das "Gebatze" bereits mit einem Jahr, auch wenn er damals von mir noch einen extra Honig-Teig bekam mit Banane, um ihn vor Zucker zu bewahren. Auf diese Weise konnte er sogar kosten, was da vor ihm lag, auch wenn ich derzeit noch voll gestillt hatte. Geschmäcker beim Backen zu erleben, den Rührer zu beobachten, allein schon das Aufschlagen von Eiern ist erst eine Beobachtung, später auch den Einsatz wert. Neben für Kleinkinder verträgliche Sorten des Teiges fand ich die Formen zum Ausstechen und Kuchen für Kinder auch immer sehr praktisch, die man überall bekommt. Im zweiten Jahr sollte es dann aber aus irgendeinem Grund eine Schildkröte werden, warum weiß ich auch nicht mehr, aber auch dies war möglich indem ich aus dem großen Kreis ein solches Reptil bog und schon stand dem Wunsch nichts mehr entgegen. Ob es nun die Waffeln zum Nachmittag sind oder eine Geburtstagstorte a la Sohnemann, er ist immer dabei und genießt diese Aktionen recht, auch wenn sie bei uns nicht extrem häufig sind. Für ihn gibt es dann aber durchaus auch mal Waffeln z.B. nur weil er sie so gern macht und isst natürlich auch. Nur war es bei mir immer anzuraten von großartigen Rezepten und komplizierten Weisen im Aufbau der Torte etwa abzusehen, da es doch am Schönsten ist, wenn er selbst Hand anlegen kann und ich eher unterstützend fungiere.
 
Haustiere
 
 
In unserem Haushalt hat unser Sohn bisher Ameisen, Katzen, Fische, Kaninchen und Meerschweinchen als Haustiere erlebt. Seine Aufgaben die er bereitwillig, wenn auch völlig ohne zwingende Verpflichtung übernimmt ist das Fütter z.B. oder das Einstreu in das Gehege hineinkippen. Der Kater wird bekuschelt und es kann gelernt werden, dass Tiere andere Bedürfnisse haben. Zwar ist es am Anfang gewiss eine Enttäuschung, wenn die Katze partout keine Musikinstrumente mag wie die Irish Whistle oder auch fangen spielen nicht angebracht ist, Festknuddeln nicht wirklich geliebt ist und vieles mehr, dafür ist es ebenso schön festzustellen, dass man in der Früh freudig begrüßt wird, jemand zum knuddeln kommt, auf einen wartet und so manch weiteres schönes Erlebnis bereichert seinen Alltag durch die Tiere. Auch lernt er die Verhaltensweisen kennen. Dieses Kaninchen auf dem Bild etwa gehört eigentlich nicht mit einem Meerschwein zusammen gehalten, doch die Umstände wie wir zu den beiden kamen, hatten dies zur Folge. Er sieht nun, dass sich die beiden zanken und er wird auch sehen, wie sie sich verändern wenn wir das große Gehege fertiggestellt haben und jedem einen weiteren Partner seiner Art gegönnt haben. Die Ameisen zeigen ihm, dass es nicht nur Einzeltiere sind, die man draußen mal sieht, er kann sehen wie sie leben und mit der Zeit kann er lernen wie sie sich verhalten. Er lernt sie zu beobachten, im Internet herauszufinden, wie man die Haltung optimieren kann, den Einkauf und so vieles mehr wie Tierarzt u.s.w. was er alles mit Begeisterung mitmacht. Nicht zu empfehlen sind Haustiere allerdings, wenn man wenig Zeit hat, keine Lust hat ständig irgendetwas zu optimieren in der Haltung und Fütterung und einem der Aufwand eigentlich zu viel ist. Ebenso wenig ist diese Beschäftigung anzuraten wenn es an Geld mangelt, oder man gar das Kind mit den Tieren allein lassen möchte und ihm die ganze Bürde abverlangt. Dieses schreckliche Schicksal konnte ich leider nur zu häufig erleben, dass dann in der Tat die Mütter im Tierheim anrufen: unser Kind kümmert sich nicht um "sein" Tier, hier wir geben es ab. Dann sind die Wachsplatten und Ähnliches doch besser ;) denn dadurch würde alles Mögliche, aber gewiss nicht die erwünschte Verantwortung gelernt, so zumindest meine Sichtweise. Entscheidet man sich für diese Verpflichtungen ist es allerdings für das Kind etwas Wundervolles und das ab dem ersten Tag, an dem die Katze schon zu dem Baby guckt und es anschnurrt.
 
Computer
 
 
In der heutigen Zeit finde ich es besonders wichtig, dass Kinder den richtigen und bereits einen Intuitiven Umgang mit technischen Geräten erlernen. Unser Sohn bekam sehr bald seinen ersten Laptop, den alten Mac vom Mann, damit er ein wenig damit herumspielen konnte. Begonnen haben wir mit einfachen Zeichen- und Schreibprogrammen, so dass er lernte ein Klick oder eine Taste bewirkt etwas, sowie altersgerechten Spielen mit der Zeit wie etwa Bob der Baumeister um Gegenstände zuzuordnen, Formen und Zahlen zu lernen. Um mit den Jahren an das Medium Fernsehen heranzuführen wählten wir sehr einfache Kinderfilme ab dem zweiten Lebensjahr, wie Trotro (französisch) und Magiq (russisch), sowie englische Zahlen- Form- und Farbfilmchen um das Sprachgefühl ein wenig zu erweitern. Heute mit drei Jahren sind wir bereits bei Angrybirds (Hand-Augen-Koordination) angekommen und Wimmelbildern, die mit Rätseln, Puzzeln und vielem mehr gelöst werden wollen. Ich kann jedem dazu raten sehr früh mit Computern anzufangen, allerdings kann ich auch nur dazu raten strikte Zeiten einzuführen und diese auch unbedingt einzuhalten, sowie die Nutzung niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Unser Sohn stöbert auch heute schon gern im Internet in Wikis herum über Ameisen z.B. wenn wir welche im Garten sehen und fragt einen Löcher in den Bauch, ein Internetzugang ist und bleibt allerdings unverantwortlich ohne ständige bedachte Aufsicht, ebenso wie frei wählbare Fernsehprogramme für mich ein völliges Unding darstellen. Das Resultat ist aber klar: er ist heute schon schneller in der Mauskoordination und dem Touchpad, wie ich es jemals werden kann. Auch Fotos werden bereits mit einer Selbstverständlichkeit sortiert und im Dateimanager verwaltet, als müsse man hierfür nur den Gedanken zu Ende denken.
 
Hörspiele
 
 
Angefangen hatte das Hören von gesprochenen und gesungenen Texten sehr früh bei uns, etwa als unser Sohn stehen konnte und sich an dem Tisch hochzog, auf welchem die alte verstaubte Stereoanlage herumstand. Die Knöpfe wurden gleich fleißig ausprobiert und mit viel Geduld begleiteten wir ihn dabei seine ersten CDs sich anzuhören. Geschichten und Kinderlieder liebt er bis heute. Die drei abgebildeten Hüllen zeigen, was er im Moment am meisten hört, die Hüllen sind allerdings mehrfach belegt, sie sind nicht stabil genug für Kinderhände aus meiner Sicht. So leben die CDs länger wie deren Gehäuse. Zur Sicherheit ziehe ich mir eine Kopie auf meinen Rechner, damit ich sie zur Not neu brennen kann, aber sie sind erstaunlich zäh und laufen trotz unzähligen Kratzerchen und Fleckchen. Er holt sich zum hören meist einige Kissen vor die Boxen, macht es sich gemütlich mit ein wenig Spielzeug wie Bausteinen etc. und verbringt dort die Zeit einer gesamten CD mindestens. An Regen-Schnee-Tagen nutzt er dies v.a. wenn es mir zu kalt und nass ist mit ihm raus zu gehen, wie es nun wieder eintritt. Oder auch wenn ich Frühstück herrichte und er keine Lust hat mit aufzudecken, dann bedient er selbständig seine Anlage, legt die CD ein, die ihm gerade gefällt, macht den Verstärker an und er macht es sich in seine Hörecke gemütlich bis ich fertig bin.
 
Wald
 
 
Wälder die nicht gerade als Hundeauslaufgebiete gekennzeichnet sind, eignen sich wunderbar für ausgedehnte Ausflüge. Dort kann allerlei Getier beobachtet werden. Weiß man noch nicht, wo man sie findet, kann man das mit der Zeit gewiss herausfinden. In dem Wald, in dem ich bereits als Kind war ist das für mich nun natürlich leicht. Es gibt dort ein "Hexenhaus" einen "Feenteich", einen keltischen Wall an dem Zauberwesen leben und natürlich die vielen Tiere, die dort tatsächlich leben in der realen Welt wie Eichhörnchen, Rehe, Dachse und Füchse (beide eher sehr scheu) und Wildschweine (eher angriffslustig, wenn Frischlinge dabei) denen man hoffentlich nicht begegnet. Schön ist es auch sich aus dem Wald verschiedene Dinge mitzunehmen, so dass im Haus etwas liegt von dort. Unser Sohn geht auch "auf die Jagd" wofür er aktuell ein "Jagdgewehr" und einen "Bogen" bekommen hat. D.h. aus Holz Nachgebasteltes, so kommt er sich vor wie die Jäger die er sieht ebenso wie der kleine Indianer aus Buch und Film. 
 
Pferde
 
 
Den Umgang mit diesen großen Tieren erfahren ist für ihn etwas das ihm manchmal sehr zusagt, bisweilen auch eher nicht. Ich glaube es ist der Wunsch und dann auch die scheu vor den Ponys und noch größeren Pferden. Immer wieder möchte er aber dort hin, nachdem ich ihm den Stall einmal zeigte und das Pony mit ihm spazieren führte, das wir erlaubt bekamen ein wenig zu betüddeln. Einerseits erstaunt es ihn, wie ihm der kleine Schimmel hinterhertrottet, mit ihm "kuschelt" indem es seinen Kopf an ihm reibt, es genießt wenn es geputzt wird. Andererseits ist es doch sehr groß und hat einen eigenen Willen. Von einem Pony getragen zu werden, das Vertrauen und die Kommunikation zu lernen mit einem solchen Tier ist aber wohl sehr Besonders. Selbst wenn man nur eine halbe Stunde dort verbringt, so begleitet dieses Ereignis ihn bis ins Bett den ganzen Tag, auch über eine Woche hinweg, es ist beeindruckend wie es scheint und sehr wertvoll. Es werden Plastikpferdchen, Kuschenpferde und vieles mehr mit Begeisterung begrüßt seit dem.
 
Naturkundemuseum
 
 
Der erste Besuch war mit Angst belegt. In Berlin das Museum empfängt die Kinder mit einem meterhohen Dino-Skelett. Wir fuhren darauf hin gleich wieder nach Hause, er blieb wie angewurzelt davor stehen und wollte dann auf den Arm und zurück. Jeden Tag von Montag bis Samstag stand ab da an Naturkundemuseum auf dem Plan. Erst nur zum Frühstück im Cafe, zum shoppen in dem Souvenierladen und alles wurde auf Dino gestellt. Dinopuzzel,- Stofftiere-, Bücher-,... die Liste ist lang geworden, doch jeden Tag wieder wollte er hin, träumte davon, wollte unbedingt zu den riesigen Dinos. Bis er am letzten Tag das gesamte Museum dann durchlief, war einiges an Überwindung notwendig in ganz kleinen Schritten von mir begleitet. Wir haben uns nun eine Jahreskarte besorgt, er möchte dort nun alles genau sehen und erkunden. Die Planeten, all die ausgestopften Tiere, die kleinen Spielereien der Tektonik er steht dort teilweise bis zu einer halben Stunde an einem Fleck. Ein Selbstläufer für Regentage oder wenn mal weniger Bewegung angesagt ist bei uns.
 
Tier-, Wildpark
 
 
Im Sommer zum barfuß laufen und toben ist dieser in Berlin sehr saubere Park traumhaft mit all den Tieren zum beobachten. Wer das noch nicht entdeckt hat, Tierparks allgemein, ich kann nur raten das nachzuholen. In München der Wildpark Poing und Unzählige mehr in ganz Deutschland laden dazu ein die Zeit dort zu verbringen, zu spielen, zu laufen, die Ecken zu erkunden, die Spielplätze zu erobern, die Tiere zu beobachten,... auch hier haben wir eine Jahreskarte. Man wird in 3 Jahren die unser Sohn nun ist trotz wöchentlich mindestens einem Besuch Sommer wie Winter gar nicht fertig. Der direkte Kontakt zu den Wildtieren ist auch etwas sehr Schönes, das in den Alltag einzieht an Erinnerung und bedeutendes Erlebnis. Hier bin ich zu sehen am Füttern eines Rehes, das eine Weile mit uns mit gelaufen ist. Die Zeiten zu denen unzählige die Parks aufsuchen finde ich selbst nicht so sehr zu empfehlen. Mir ist es viel lieber wenn unser Sohn und ich bei bedecktem Himmel oder auch im Winter die Parks mehr oder weniger für uns haben, mit nur einigen Kindern zum Spielen an den Spielplätzen.

Verfasst: 26.05.2014

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