Stundenblume

Leben, eine Kunst

Sommerferien 2017 - der Ohrwurm der vergangenen Arbeit

Seit zwei Wochen sind sie, die lang ersehnten großen Ferien und die damit auch einkehrende Sommerpause für mich - von der ehrenamtlichen Arbeit. Das letzte Jahr verlief im Resumee erfolgreich, immerhin wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, worüber auch im Kobinet ein Artikel zu lesen ist "Endlich Ferien nach erfolgreichem Zeugnis". Im Haus und Garten ist mittlerweile auch einiges fertig geworden, manche Bereiche im Haus sogar mehr, als eigentlich vorerst vorgesehen war. Zwischendrin sah es so aus, als würde der Verein zusätzliche Räume brauchen, die wir dafür herrichteten, jetzt haben wir das Stockwerk doch selbst behalten, da die Kreativwerkstatt dann letztendlich niemand finanzieren und somit eröffnen wollte.

Innerlich abschalten von der Arbeit ist gar nicht so leicht, gerade da im homeoffice keine räumliche Trennung existiert. So richtig ein Unterschied ist es nicht, wenn man nicht weg fährt. Aber sparsam leben steht auf dem Programm, Ehrenamt hat den einen Nachteil, dass es kein Geld dafür gibt. Also will auch das Urlaub machen zu Hause irgendwie klappen werden. Unsere neue Katze, die Flora, macht es wie auf diesem Bild aber schon gut vor wie das geht. Hinlegen, ausschlafen, gemütlich machen sind schon ein paar gute Ideen auf jeden Fall. Jetzt haben wir einen "Stubenpanther" und einen "Stubenpuma" - so wirken sie die beiden hübschen Damen.

Ein schöner großer Sandkasten ist fertig angelgt mit einer kleinen Rasenfläche. Ein Mini-Pool wurde den Kids geschenkt, so lässt es sich bei der Sommerhitze auch aushalten. Auf der Terrasse sitzen und Wasserbomben basteln ist zum Kaffee auch mal eine nette Abwechslung. Langsam kehrt die Erinnerung zurück, was ich zuvor alles machte, bevor ich mit dem Verein begonnen hatte, war ich doch 3 Jahre durchgehend Vollzeitmama gewesen. Es scheint wie eine Ewigkeit her, dabei war es von Sommer 2015 bis jetzt ja nur ein Bruchteil meines Lebens.

Wie man überhaupt 2 Jahre durchgehend arbeiten kann? Früher hatte ich Menschen nicht so richtig verstanden, die für eine Sache "brannten". 50 Stunden Arbeit pro Woche waren mir als selbständig Tätige vertraut, aber letztendlich waren es Aufträge die es abzuarbeiten galt, für eine Bezahlung, auch wenn ich es gern gemacht hatte. Soziales Engagement lief nebenher, Urlaub war wenn ich ihn zwischen die Aufträge schob, ich konnte mir sozial sein auch irgendwie gut leisten. Letztendlich bedeutet es grundsätzlich ein ganz andere Lebenweise, wenn man für Geld arbeitet.

Mutter-Sein mit 30 Stunden/Woche für soziale Projekte als "Geschenk für Vater Staat" reicht aber ohne Urlaub aus, um das deutlich an Intensität zu übertreffen - und so weiß ich heute wie das geht, für eine Sache zu brennen und wirklich in etwas zu investieren.

Mal sehen was sich noch alles anstellen lässt, damit der Ohrwurm der vergangenen Arbeit zum Schweigen gebracht werden kann. - Immerhin haben meine Kinder sich die Ferien wirklich verdient, war ich doch die letzten zwei Jahre für sie kaum noch wirklich "da" und immer mit "dem Kopf wo anders", bei irgend welchen Projekten für die es Lösungen zu konzepten, entwickeln und Realisieren bedurfte. Also nun heißt es also bis September "nur" noch Mutter sein und es sich zu Hause schön machen und vielleicht auch mal eine Woche Freunde besuchen fahren.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen schöne Ferien! smiley

Tags: Urlaub, Ferienzeit, zu Hause,

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Während der Zeit...

... sie währt die Zeit und geht fort und fort.

Manchmal kommt es mir vor als würde ich außerhalb der Zeit laufen. Viel langsamer als meine gesamte Umgebung blicke ich in die Welt - und arbeite dabei viel schneller, so sagen die Mitarbeiter. Hochleistungsdenkmaschine... Mit Schildkrötenzeitmodus ;) ... wie sonst lässt sich erklären, dass alle sagen ich arbeite schnell, viel schneller als alle anderen. Wäre ja logisch wenn die Zeit um mich stehen bleibt, wie so eine Hülle und außen rum wirken deshalb alle immer so hektisch und wuselig, weil sie eben außerhalb dieser Zeitglocke leben. Dafür wirke ich viel schneller mit der Arbeit, klingt Vernüftig, gell? ^^

Ich würde sagen das kommt gleich nach den Raumfalten die Socken fressen... 

Was ich aber nun wirklich während all der Zeit mache die ich nicht geschrieben habe möchte ich nun einmal wieder erzählen. Während der Arbeit war ich z.B. in Potsdam. Welch ein Glück: es war richtig massiv Stau in Berlin - Potsdam. Was daran Glück ist? Ich hab eine Klimaanlage, ein Bose-Soundsystem und superflauschige Sitze. Chillmodus an auf der Hinfahrt. Zum Meeting kam ich natürlich zu spät, aber das Gespräch konnte in 1-2 Stunden später dann noch geführt werden, wie schön. 

Also hatte ich neben einer Chillmodus-Zeit auch noch Zeit bekommen es mir in einer Kirche gemütlich zu machen. So einen Brunnen hätte ich auch gern, wie auf dem ersten Bild. Das dachte ich mir damals in Sri Lanka bei einem Brunnen auch schon, siehe zweites Bild.

Es bräuchte eigentlich eine Kombination aus beidem. Im Garten hätte ich sogar eine Ecke in der man so etwas realisieren könnte. Wenn man das allerdings für den Winter tauglich bauen möchte ist das ein ganz schöner Aufwand, so sagte man mir. Aufwand habe ich derzeit einigen, den ich noch vor mir habe. Die Kreativwerkstatt des Vereines wird bald eröffnet... wo wir wieder bei der Arbeit wären, denn irgendwann waren 2 Stunden um und es ging weiter. Die Rückfahrt war weniger angenehm, denn langsam aber sicher zog es mich zu meiner Kleinen zurück und wieder war Stau... der Mama-Magnet wurde aktiv und der macht unheimlich nervös finde ich, wenn man weiß man wird erwartet und kann aufgrund Stau aber nicht nach Hause. Beamen wäre praktisch - genau für solche Fälle.

Viele Gedanken mache ich mir in all meiner Zeit. Über die Gesellschaft, das Leben, das Sein. - Arbeit ist nur Arbeit wenn man Geld dafür bekommt. Das ist einer der Aussagen die mich in letzter Zeit immer wieder wurmen, so als ehrenamtlich Tätige. Nur weil der Senat keine Gelder plant für Inklusion und das ehrenamtlich gemacht werden muss ist es keine Arbeit - hätte der Senat Geld dafür wäre es eine und ich hätte Ansehen heißt es. So bin ich ein Nichts, ich arbeite ja nicht... einfache Hausfrau. Die Menschen sind schon sehr eigenartig in ihrem Denken. Nur weil ein Hansel für etwas einen Topf schafft mit Golstückchen hat es wert - alles andere ist ohne Wert, weil man damit kein Gold nach Hause trägt. - was für eine Zeit...

während der Zeit... ist es mir persönlich wichtig etwas zu bewirken auf der Welt, etwas zu gestalten, auch Zwischenmenschliches - Lebenskunst. Kunst... was ist eigentlich Kunst ist auch so eine Frage und was Kreativität? So viele Fragen. Das ist ein wesentlicher Part meines derzeitigen Lebens während sie vergeht, die Zeit.


Ein Schatten meiner Selbst...

... bin ich geworden im Laufe der Zeit. Das fällt mir immer wieder auf. Die Arbeit zehrt, an einen Ort gebunden, Hochleistungsdenken - viel Arbeit die als wertlos gilt verrichte ich. Die Spiegel im Du die vor gehalten werden sind oft härter, grausamer als ich das ertragen kann.

Andererseits bedeutet es wenn ich aus dem Schatten trete entsteht etwas Neues. Das Alte ist am Vergehen, Neues wird. 

Selbst überwinden heißt es ja auch... mir fallen derzeit viele Sprichwörter ein, die alle sehr brauchbar sind, wird man zum Schatten seiner Selbst. Ich muss  mich selbst überwinden, all das was mich zum Schatten meiner Selbst macht, um aus dem Schatten zu treten, über sich hinaus wachsen... Logisch, nicht wahr? Und klingt so einfach. 

Na dann steht dem ja nichts mehr im Wege... Zeit hab ich eh unendlich und wer weiß, vielleicht finde ich dann ja sogar irgendwann die ganzen verlorenen Socken aus meiner Raumfalte wieder ^^

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs eine schöne Zeit!

Tags: Zeit, Raum, Leben,

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Nicht Ganz... Ostern 2016

Ostern ist es... wieder ein Jahr herum. Und so wenig geschrieben habe ich. So wenig gemeldet hab ich mich im letzten Jahr bei meinen Freunden, so wenig Raum gefunden für all jenes, was ich sonst immer getan habe. Und nichts ist ganz fertig geworden:

Nicht ganz fertig vergesellschaftete Ratten, aber einen neuen Mitbewohner haben wir nun im Hause, eine ganz ängstliche Dame. Nicht ganz gesund bin ich dazu, deshalb komme ich nun über die Feiertage dazu zu schreiben, aber auch nicht wirklich aus dem Bett. Wenn ich wieder gesund bin, schaffe ich es ja vielleicht all die halben Sachen zu erledigen. Dies ist auf jeden Fall Gecki in ihrer neuen Bleibe, bis sie bei den anderen Dreien, Pikatchu, Logok und Maria in der Rattenvilla wohnen wird.

Nicht ganz fertig ist auch die Gestaltung des Gartens, wie ich sie eigentlich noch machen wollte, aber immerhin der Misthaufen ist angefangen. Es fehlen nun noch die Bretter, damit auch ordentlich Platz ist für Rasen, Bioabfälle, Mist und was sonst noch einem guten Düngervorrat gut tut. 

Die Projekte vom Verein sind ebenfalls am gedeihen, zumindest in der Planung aber auch sie sind noch nicht einmal so weit fertig, dass ich ein Foto dafür hätte.

Ich bin gespannt, was die kommende Zeit mit sich bringen wird. Wünschen würde ich mir wenig Enttäuschung, dass nicht alles was begonnen wurde vergeblich war an Mühe, sondern irgend etwas auch fertig wird. Dann komme ich auch wieder dazu mehr zu schreiben, wenn ich Stück für Stück zeigen kann, was nun Ganz geworden ist. Ich wünsche euch allen eine wundervolle Zeit! Aber diese dafür:

von ganzem Herzen heart

Tags: Ostern, Daheim,

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Jahresende 2015

Das Jahr ist nun bald zu Ende und wie man an meinen Beitragszahlen hier merkt, komme ich fast nicht mehr zum Schreiben. Es ist viel zu viel zu tun, um die Muße zu finden zu schreiben. Meine Texte die ich für meine Arbeit schreibe sind schon mit Konzentration verbunden, die Schrift fließt nicht mehr wie früher. Aber so ist das als Mutter zweier Kinder denke ich immer. Sind die Kinder sooo klein, dass sie einen unbedingt noch brauchen, auch die Welt mit zu verändern, dann ist das so. Und so gebe ich mir Mühe die schönen Stunden zu gestalten mit unserer kleinen Familie. Jetzt gönne ich mir auch endlich einmal Urlaub bis zum 3.1. Nur noch heute arbeiten und dann endlich ein wenig Ruhe. Wer weiß, vielleicht finde ich dann tatsächlich etwas Muße und schreibe wieder einen längeren Artikel. Jetzt erst einmal wünsche ich aber allen Lesern meines Blogs:

 

Tags: Weihnachten, Leben,

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Pikatchu - die Ratte

 

Pikatchu ist bei uns eingezogen, in ihre "Kleintiervilla" mit ihren beiden Freundinnen Maria und Logok. Lange ist es hier, dass bei uns im Haus diese Tierchen wohnten. Und ein solch prächtiges Heim 120 x 60 x 120, extra gebaut als Rattenvilla, das hatte bei mir noch keine Ratte erlebt. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt, bis ich diesmal nach einem Käfig suchte. Sehr praktisch ist er aber, mit großer Fronttür und kleiner Eingangsluke, drei riesigen Stockwerken die mit einem speziellen Lack gegen Urin geschützt sind. Aber die Tiere sind wohlerzogen, brav benutzen sie sogar ihre Toilette, die ich ihnen aufgestellt habe.

Ich bin sehr erfreut, dass die kleine Pikatchu so extrem zutraulich ist. Gleich erkundete sie die gesamte Umgebung, busselte einen beständig ab vor lauter Aufregung und versteckte sich in der Kleidung beim ersten Freilauf. Sie kommt immer, wenn man sie ruft, sogar wenn sie eigentlich am Schlafen ist. Ein solch braves und anhängliches Tier ab dem ersten Tag, das ist mir bisher noch nicht untergekommen und ein paar Ratten hatte ich bereits. Die anderen beiden sind eher gemütlich und holen sich ihre Leckereien gern ab, sind allerdings lieber im Käfig. Vermutlich werden sie wenn überhaupt mit der Zeit ein wenig wuseliger und aufgeschlossener, aber Pikatchu wegen haben wir diese Gruppe genommen. Das ist eigentlich eh wunderbar, wenn nur eine Dauerbespaßung als selbstverständlich sieht und das auch einzufordern bereit ist mit am Käfig stehen und fordern rausgelassen zu werden.

Sehr schön, solche Wünsche kann unser Sohn ruhig öfters haben, das macht Spass ;)

Tags: Ratten, Kleintiervilla,

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Gesegnete Ostern!

Ein gemeinsamer Tag neigt sich dem Ende zu...

     

Als alle aufgestanden waren, hatte ich so weit den Tag vorbereitet und das Osterfrühstück konnte beginnen. Rasch hatte ich mir in der Früh einen Kaffee gekocht und sogleich mit dem Herrichten begonnen, bevor die Familie sich an den Tisch versammelte. Mit viel Liebe beeilte ich mich alles anzurichten und nach einer Weile war es tatsächlich vollbracht. Die Ostereier waren gekocht, gefärbt, gefettet und in ihr Körbchen gebettet, die Häschen frisch versorgt mit Heu und Leckereien, der Osterstrauss geschmückt mit bunten Eiern und der Tisch reich gedeckt mit Brötchen, Osterlamm und durftendem Kaffee. Ein guter Anfang für einen Ostertag, ganz nach meinem Sinn.

Die Geschenke die wir versandten, hatten unversehrt ihre Bestimmungsorte erreicht, Kerzen hatten wir in der Vorbereitung verziert, alle Ostergrüße waren angekommen. So konnten wir den Tag gemütlich angehen und es uns gut gehen lassen. Es war auch gut von Petrus mit uns gemeint, denn der Sonnenschein und die Wärme lockten so irgendwann doch die ganze Familie nach Draußen. Bis es ans Ostereiersuchen gehen sollte, blieb die Zeit allerdings doch ein wenig spannend.

Der "Osterhase" kam, als die Schatten länger wurden. Wir entzündeten das Osterfeuer am Nachmittag in unserer Feuerschale im Garten. Es tat sehr gut einmal wieder bei den Flammen zu sitzen, brennend und knisternd die Scheite, wohltuend die Ruhe des Feiertages in den Straßen und Gärten unseres Kiez. Als das Holz langsam aber sicher zu Kohle wurde, gönnten wir uns zuletzt noch ein paar Wienerle an Haselnussstöcken, die vorher fein säuberlich vom Strauch geschlagen und zurechtgeschnitzt wurden.

Schnell war es dann, fast plötzlich vorrüber, nach einem solch erfüllten Tag. Gerade noch wuselig, doch nur die Asche verblieb in der Schale, die Sonnenstrahlen zogen sich zurück hinter den Dächern, der Schlaf zog die ersten in das Reich der Träume. Hoffentlich mit schönen Träumen, von diesem wundervollen Ostertag.

Verfasst: 05.04.2015

Tags: Ostern, Osterfeuer, Osterstrauss, Osterhase, Osterkorb, Osterlamm,

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Eine Bilderbuch-Taufe

Nach der Heiligen Veronika zu Jerusalem, die einst laut der Bibel Jesus das Schweißtuch auf seinem Weg reichte, wurde unsere Ronja nun getauft. Zur Seite stehen ihr nun in ihrem Leben zwei Taufpatinen, die an der feierlichen Zeremonie in der Basilika am Petersberg teilnahmen, welche ich für diesen Anlass gemietet hatte. Dies ist meine Lieblingskirche von der ich noch weiß, wo sie steht. Auf meiner Wanderschaft ist mir lediglich eine einzige Kirche begegnet in diesem Stil, schlicht nur mit alten symbolträchtigen Gemälden an den Wänden verziert, mit Marienaltar und Kerzenschein.

Diese Taufe am Petersberg mit der Feier im Anschluss war wundervoll. Im Voraus hatte ich mich um den Pater Guido Kreppold bemüht, der die Ehre hatte unserem Mäuschen das Wasser über das Kopflein zu gießen. Tapfer war sie. Erst hat sie neugierig geguckt, sich dann einmal kurz geschüttelt, als sie feststellte, dass das Wasser kalt ist, um das Ganze dann sehr aufmerksam zu beobachten, was wir da mit ihr machen. Ronja war insgesamt sehr fasziniert von dem Ganzen Trubel, nur für sie. Das hat sie schon gespürt und man sah ihr direkt an, wie sie das auch von Herzen freute. Jeden sah sie ganz intensiv an und staunte darüber wer alles nur zu ihr möchte mit einem Lächeln im Gesicht, das ein jeder von ihr geschenkt bekam. 

Auch hinterher, als alle Gäste sich zu Snacks, Kaffee und Torte versammelten, war sie der reinste Sonnenschein. Schade eigentlich, dass sie noch viel zu klein war all das zu kosten, was ihre Gäste da mitgebracht hatten. Marzipantorte, Schwarzwälder-Kirschtorte, Schinken-Käse-Schnecken und das alles serviert auf Rosentalgeschirr und alles organisiert und gestaltet von jedem zu einem kleinen Teil, so dass das große Ganze in seiner Gesamtheit so unvergesslich schön war.

Ich werde mich mein Leben lang sehr gern an diesen Tag erinnern. Willkommen auf dieser Welt, Ronja!

Tags: Taufe, Basilika Petersberg,

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Kaninchen vergesellschaften

Unser Meerschweinchen "Schweini" war verstorben, so war unsere Dalmatiner-Rex-Kaninchen Dame "Hasi" allein in ihrem Käfig verblieben. Gegen die Vernunft, wie viel Aufwand das doch bedeutet, holte ich somit ein weiteres Kaninchen, einen kastrierten Satin-Zwergwidder "Schlappohr" aus dem Tierheim. So kam es, dass das Berliner Tierheim eine neue Chance von mir erhielt. Das Meerschweinchen hatten wir damals geschenkt bekommen mit dem Hasen, auch wenn man sie nicht zusammen hält. Am täglichen Jagen des Schweinis, konnte man auch sehen, weshalb. Die beiden verstanden sich ständig miss, immer wieder wurde aufs Neue das Verhalten missgedeutet und Schweini hatte immer das Nachsehen. Hätte Schweini noch eine Woche länger gelebt, wäre er von mir versetzt worden und dann mit einer Gefährtin beschenkt worden, doch kam es hierzu nicht mehr.

Schlappohr war also geholt und nun bei uns angekommen, der kleine Kaninchen-Eunuch und saß in seinem Quarantäne-Käfig, der die Maße 1,40 m x 80 cm aufweist. Im Tierheim wurde er als zickig beschrieben, bei uns verhielt er sich eher wie ein Hund. Auf Rufen kam er sofort, wenn er nicht sogar schon am Gitter stand um gestreichelt zu werden. Bettelnd hielt er seine Pfoten am Gitter um ein wenig geschmust zu werden. Hätte ich ihn gelassen, er wäre auch mit mir überall hingelaufen, denn das zeigte er dann, als wir die Vergesellschaftung versuchten. Missverständnisse waren auch hier vorprogrammiert, denn ein Widder-Kaninchen kann wegen seiner Schlappohren nicht anständig kommunizieren. Doch das wusste ich derzeit alles noch nicht, ich verließ mich auf die gängigen Internetseiten der Tierschutzvereine, die erzählen wie man vergesellschaftet.

Ich baute unser Krabbelgitter für Kinder um zu einem neutralen Areal etwa 3 qm, oben offen, eingerichtet mit Zeitungspapier am Boden, 3 Häuschen in der Mitte, Toilette und vielem Knabberzeug zum Ablenken, Brot und Körner, Heu, Salat sowie Gemüse. Als sich die beiden das erste Mal sahen ging Hase sogleich auf ihn zu und bettelte darum besprungen zu werden. Das ging viele Stunden so, Rammeln, sich jagen, bis beide erschöpft waren und herumlagen. Als ich ins Bett ging, waren die beiden immer noch abwechselnd dabei sich zu versuchen zu bespringen, sie markierten fleißig die Einrichtung, von Friede und Einigkeit keine Spur. Als ich in der Früh aufstand, war Schlappohr aus der Arena geflohen und kam mir freudig entgegengehoppelt. Er begrüßte mich und lief mir brav hinterher, wie ein Hund. Mit seine langen Ohren kam er mir ein bisschen Dackelig vor, so treu wie er mir folgte. Er ließ sich von mir auch bereitwillig ins Gehege setzen, um allerdings gleich wieder zu versuchen herauszuhüpfen. Da schnappte ich ihn mir und setzte ihn zurück in seinen Käfig, Hasi kam zurück ins Innengehege.

Erster Versuch gescheitert. Ich überlegte viel herum, was ich nun machen sollte und telefonierte, las weiter, bis ich zu einer Entscheidung gelangte. Die beiden wurden von mir getauscht in den Käfigen, Hasi kam in den Quarantänekäfig, Schlappohr ins Innengehege (ca. 3-4 qm), so dass sie sich an den Geruch des anderen gewöhnen konnten. Etwa einen Tag dauerte es, bis sie einigermaßen ruhig wirkten. Und es brachte viel. Als ich die beiden dann ins Außengehege (ca. 3 qm) setzte, welches oben geschlossen war, flogen einmal kurze Haare bei einer Jagd, anschließend war Ruhe. Hasi verzog sich in ein Häuschen, Schlappohr erkundete fleißig die Gegend. Die Ranordnung war nun einigermaßen festgelegt.

Am Abend nahm ich die beiden dann mit nach drinnen in den Innenkäfig (oben geschlossen), den ich in der Zwischenzeit peinlich genau gereinigt hatte mit Neutralreiniger von Frosch und völlig umgestellt hatte. Alles roch frisch nach Froschmittel und Einstreu. Somit war das Gehege einigermaßen neu für beide. Ein paar Mal wurde Hasi von Schlappohr gejagt. Für diesen Zweck hatte ich die drei Häuschen wieder in die Mitte plaziert, damit außen herum eine "Rennbahn" gegeben war, die auch fleißig genutzt wurde im Kreis zu jagen. Als das Gröbste vorrüber war kam die Wasserschüssel mit dazu und ich ließ die beiden über Nacht allein.

Und siehe da: In der Früh als ich hoch kam war Hasi dabei Schlappohr zu putzen! Die Vergesellschaftung ist mir erfolgreich gelungen. Glück gehabt, das ging nun zuletzt doch schneller als gedacht. 

Ich möchte nun zum Schluss noch darauf hinweisen, dass es einfacher gegangen wäre. Mit einem großen Gehege von etwa 6 qm über eine längere Zeit wäre es friedlicher abgelaufen. Wäre sogar ein Auslauf dabei gewesen mit einer geraden Sprintstrecke von einigen Metern, wäre auch dies von großem Vorteil gewesen. Diese Methode wie sie hauptsächlich zu finden ist im Netz, die ich auch anwandte, ist nicht ganz die Meine, da sie nicht wirklich auf die Bedürfnisse der Langohren eingeht. Auch weiß ich darum, dass meine Haltung wie ich sie gerade praktiziere nicht optimal ist. Es geht besser, aber fürs Erste reicht es. Und wenn man bedenkt, wie tatsächlich noch so mancher seine Kaninchen hält, bin ich doch eher sehr gut als Hasenmama, wenn auch nicht perfekt. Aber mit der Zeit habe ich so etwas zu tun und kann mit den Jahren ihnen ein Außengehege gönnen, in dem sie sich auch einmal nach Herzenslust austoben können.

Ich bin nun glücklich über mein trautes Pärchen :)

PS: Ein großes Dankeschön an den Ersteller dieser Website: http://www.hauskaninchen.com/index.html Nach so vielen Seiten die ich vorher fand, die mir keinen wirklichen Aufschluss über meine Tiere gaben, leider auf Seite drei erst bei Google die Infos, die ich brauchte!

Tags: Kaninchen vergesellschaften,

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Die ersten drei Jahre

Hier habe ich nun eine Sammlung an Tips erstellt, für die Beschäftigung eines Kindes bis zu drei Jahren und darüber hinaus versteht sich, wenn es interessant bleibt. Ich hatte das einmal in ein Forum eingestellt und diesen Beitrag nun hier her übertragen, damit er mir nicht verloren geht:

Bücher

Unsere kleine Bibliothek hat sich definitiv gelohnt. Bei uns fing diese Sammlung an mit dem ersten Lebensjahr bereits zu wachsen. Es gibt wunderschöne Stoff- und Fühlbücher die mit kleinen Glöckchen, Knisterpapier, Spiegelchen und vielem mehr ausgestattet sind. Mit Hand und Mund werden die ersten Erfahrungen gemacht. Am besten gefielen mir hierbei jene aus Naturstoff die waschbar sind, später als das Erleben mit dem Mund in den Hintergrund geriet und mehr das Visuelle und Akustische in den Vordergrund trat kamen viele Bücher hinzu, auch welche die Bild und Ton verbinden durch Tasten, Bilderbücher und dann natürlich Text und Bild, von denen ich auf dem Bild eine kleine Auswahl photographierte. Am besten gefallen unserem Sohn die Märchen, dieses Buch habe ich täglich in der Hand. Ob in der Früh zum langsam beginnen oder auch am Abend vorm zu Bett gehen, für Regentage, eigentlich ist eine Lesestunde immer etwas Feines, für das wir uns dann in die Kuschelecke setzen, die meist mit einem Haufen der Lieblingsbücher versehen ist.

Fimo
 
 
Dies eignet sich besonders gut, um bestimmte Szene aus Büchern, Filmen oder Spielen, dem Leben, Träumen oder was auch immer nachzubilden. Wenn meinem Sohn etwas Wichtig ist, dann nehme ich das meist ins tägliche Geschehen mit auf, damit er selbst Wege finden kann damit umzugehen. Fimo hat den großen Vorteil, dass es nicht kaputt zu bekommen ist durch Werfen oder etwa ein darauf treten, oder auch dem Test wie stabil das ist. Um von einem dieser Angry-Birds aus seinem Computerspiel nachgebildet einen Schnabel abzureißen etwa, reicht mit der Hand knibbeln nicht. Versucht habe ich es noch nicht, aber vermutlich müsste man in der Tat grob mechanisch oder mit Werkzeug zugange sein, damit man diese runden Vögel in Einzelteile zerlegt bekommt.
 
Bouncing-Putty
 
 
Sollte sich Fimo einmal als unpraktisch erweisen, da etwas Leichtes (Ball) oder auch Kostengünstigeres (größere Figuren) benötigt wird, so kann ich Bouncing-Putty empfehlen. Diese Masse klebt in allen Farben mindestens so gut aneinander wie Knetmasse, ist aber wesentlich leichter. Diese Figuren hier auf dem Bild sind nicht ganz praktisch, "Mucklas" aus dem Buch Petterson und Findus, da ihnen die Gliedmaßen viel zu leicht abgebrochen sind, der Ball von dem ich gerade kein Bild zur Hand habe allerdings, lebt bis heute und das ist nun bereits ein halbes Jahr unter Benutzung. Für etwas ruhigere Gemüter bei denen nicht immer alles sämtlichen Härtetests unterzogen wird, ist es aber sehr brauchbar. Auch wenn einem die Kosten wichtig sind, denn eine solche Dose verursacht fast Keine im Vergleich zu Fimo etwa. Verzichtet man auf lange Schwänze und arbeitet man eng anliegende Gliedmaßen auch gut ein halten sie Stürze leicht aus, denn sie hüpfen dann ein wenig diese Figuren und landen wohl behütet auch aus 2 Metern ein kleines Stücken weiter.
 
Ton
 
 
Selbst wenn man keinen Brennofen zur Verfügung hat, so entstehen doch ganz Nette Ergebnisse, lässt man den Ton etwa eine Woche liegen, wie ich es mit diesen "Marienkäfern" gemacht habe. Sie werden allerdings etwas Kleiner und es steht einem somit nicht die volle Vielfalt an Formen und Möglichkeiten zur Verfügung, auch würden sie sich in Wasser auflösen, legt man sie hinein. Kennt man in der Nähe Künstler, Schulen,... die über einen Brennofen verfügen, kann man aber auch Kerzenständer, Eierbecher und vieles mehr zaubern. Die Vorteile von Ton sind aus meiner Sicht seine "bazige" Substanz, seine Natürlichkeit, das "Einsauen" des Kindes beim Werken, es ist günstig in rauen Mengen zu bekommen und es lässt sich sehr leicht auch für kleine Kinder erkennen, dass man etwas Schönes oder gar Nützliches Geschirr daraus entstehen lassen kann. Mit bunten, klebrigen Händen entsteht etwas, es wird gerollt, geknetet, platt gedrückt und das eigentlich fast alles in Eigenleistung, hinterher ist die Kleidung und die Hände richtig schön tonig. Die Gegenstände die hiermit geschaffen werden sind bei mir weniger Figuren zum Spielgebrauch denn eher für den Alltag des täglichen Lebens, was dem Ganzen seine Besonderheit verleiht, es ist ein richtiges Handwerk, das sogar schon ein Dreijähriger bewerkstelligen kann.
 
Holz und Co
 
 
Wenn ich etwas vorbereitet habe, bei dem es etwas zu hämmern oder zu klopfen gibt, war die Freude bisher immer groß. Hier ist auf dem Bild gerade ein Nistkasten am entstehen. Die Bausätze für so etwas gibt es zu Hauf, aber selbst ohne diese ist mit wenig Aufwand sehr viel zu bauen. Ein Hotel für Insekten etwa, kleine Kisten um etwas darin aufzubewahren und so manches mehr kommt aber auch völlig ohne Anleitung und fertigen Sätzen zu einem ordentlichen Ergebnis. Die Fertigen Werken-Pakete haben eigentlich nur den Vorteil, dass man selbst nicht noch etwas zuschneiden muss und somit eigentlich alles bereits für den Sprössling fertig ist, sowie auch Kleber und Holzhammer z.B. schon beiliegt. Günstiger kommt man aber natürlich hier wesentlich, hält man sich an die Variante die Teile einzeln sich im Baumarkt oder aus bestehenden Restbeständen zusammen zu sammeln.
 
Federn
 
 
In unserer Umgebung leben viele Vögel und regelmäßig zur Mauserzeit sind allerlei Vogelfedern zu finden. Diese gemauserten Federn sind sauber und gut erhalten, um gegen etwaige Haarlinge vorzugehen, ist es anzuraten sie mit Shampoo oder Spülmittel zu waschen. Große Federn wie jene von Raubvögeln etwa eignen sich sehr gut daraus eine echte Schreibfeder zu basteln, indem man den Federkiel zurechtschneidet, oder man nimmt sich alternativ eine fertige Variante aus dem Laden und bindet/klebt sie daran fest. Ich habe beides ausprobiert, es kommt hierbei sehr auf das Gemüt und Alter des Kindes an, was geeigneter ist. Freude bereitet es allerdings allemal für den Nachwuchs. Wir sammeln die Federn in einer schönen Schatulle, die kann natürlich auch selbst gemacht werden, um sie für geklebte Bilder, Mandalas und später auch einmal einen Traumfänger und Vieles mehr parat zu haben.
 
Wachs
 
 
Wachsplatten gibt es einzeln zu kaufen, oder gleich in ganzen Paketen mit einer recht guten Farbauswahl. Kerzen sind in allen Größen und Farben zu bekommen, so steht der Bastelei nichts im Wege außer der Beschichtung, mit der die meisten Kerzen versehen sind. Ich nehme mir hierfür ein Messer und ziehe die äußerste Schicht ab, indem ich die Schneide in einem 45 Grad Winkel etwa ansetze, so dass die Oberfläche zudem auch angeraut wird. Die Wachsplatten kann man zuschneiden in gewünschte Formen, diese aber auch noch bearbeiten und zu Kugeln, Rollen, Klecksen oder was auch immer man möchte formen. Ist die Außentemperatur warm und die Hände ebenfalls, lässt es sich gut aufdrücken, was die Kerze dann zieren soll. Ist dies nicht gegeben, helfe ich mit einem Feuerzeug nach. Wir haben die ersten Kerzen mit 2 Jahren begonnen zu gestalten, jetzt mit 3 sitze ich eigentlich nur noch daneben und sehe zu, reiche ab und an etwas oder helfe mit, wenn das erwünscht ist. Ob für den Eigenbedarf oder als Geschenk, diese Bastelei ist eine sehr Brauchbare, da wir in unserem Haushalt oft Kerzen zu allen möglichen Anlässen (Abendstunden) und Feierlichkeiten (Ostern etc) aufstellen.
 
Gartengewusel
 
 
Ob es sich nun um die Molche handelt, die im Frühjahr aus den Schächten gefischt werden wollen, um sie dann auf warme Steine am Teich zu setzen, oder auch in der Hand mit ein bisschen Wasser aus ihrer Starre erwachen zu lassen, oder die Frösche beim Quaken sind, bisher konnte ich damit immer begeistern. Gemeinsam beobachten wie die kleinen Kaulquappen heranwachsen und aus ihnen Frösche werden, dies mit Fotos dokumentieren und sich immer wieder einmal ansehen ist ebenso wie ein Vogelhäuschen das mit Futter gefüllt wird und man täglich am Fenster stehen kann in der Früh als kleines Ritual immer einige Momente wert mit Aufmerksamkeit bedacht zu werden. So zumindest nach meiner Erfahrung und ich muss mir bisweilen schon etwas einfallen lassen, damit der Rechner oder das Handy nicht wieder erwähnt wird, als mögliche Alternative. Natur mit all ihren Facetten ist und bleibt ein Dauer-Renner seit 3 Jahren nun. Vom Vogel über den Käfer, die Ameisen und Larven, Kröten, Frösche, Igel... 
 
Ernte
 
 
Alle Pflanzen, die abgeerntet werden können findet unser Sohn besonders spannend. Ein eigenes Beet im Garten mit Erdbeerpflanzen, Himbeeren und was sonst noch gern genascht wird und eigentlich ein Selbstläufer ist vom Wasser abgesehen, kann auch so manche Stunde draußen bereichern und sei es nur das tägliche Gießen. Hinzu kommt im Herbst natürlich noch die große Erntezeit in der Äpfel, Kirschen, Nüsse und vieles mehr das eingesammelt werden kann. In der Zeit der reifen Kirschen etwa, wenn wir draußen sitzen bei Tee und Keksen, ist es eine lange Beschäftigung die Kirschen alle mehr oder weniger einzeln zu Pflücken von unserem Miniatur-Sauerkirschen-Baum (gibt es als Züchtung zu kaufen), sie in einer Schüssel zu sammeln, zu entkernen und das dann anzubieten. Nur sollte bei allen diesen "Arbeiten" bedacht werden, dass die Kleidung unter Umständen nie wieder sauber zu bekommen ist und von daher mit Bedacht gewählt werden sollte. Viele Pflanzen enthalten Farbstoffe, die äußerst Hartnäckig sind.
 
Schnee
 
 
Den Klassiker Schneemann kennt gewiss ein Jeder. Doch eignet sich gerade Schnee besonders gut dazu vielerlei Spielmöglichkeiten zu kreieren. Hier auf diesem Bild ist ein "König Grummelstein" zu sehen aus dem letzten Winter, eine Nachbildung aus dem Computerspiel Mario. Gerade die Gestaltung des Spielbereiches draußen im Garten im Winter ist für mich etwas sehr Bereicherndes, denn dadurch wird es erst richtig interessant auch bei Temperaturen unter 0 Grad das Haus zu verlassen. Auf diese Weise kann neben der Schneeballschlacht und dem Eiszapfen sammeln immer wieder ein anderer Raum geschaffen werden, in dem mal der Schneemann und das Vogelhäuschen im Vordergrund steht und das Beobachten der Tiere, beim nächsten Schneefall verwandelt sich der selbe Ort zum Parcours.
 
Backen
 
 
Bevor der erste Advent beginnt steht bei uns jedes Jahr Plätzchen Backen auf dem Plan. Mein Sohn genoss das "Gebatze" bereits mit einem Jahr, auch wenn er damals von mir noch einen extra Honig-Teig bekam mit Banane, um ihn vor Zucker zu bewahren. Auf diese Weise konnte er sogar kosten, was da vor ihm lag, auch wenn ich derzeit noch voll gestillt hatte. Geschmäcker beim Backen zu erleben, den Rührer zu beobachten, allein schon das Aufschlagen von Eiern ist erst eine Beobachtung, später auch den Einsatz wert. Neben für Kleinkinder verträgliche Sorten des Teiges fand ich die Formen zum Ausstechen und Kuchen für Kinder auch immer sehr praktisch, die man überall bekommt. Im zweiten Jahr sollte es dann aber aus irgendeinem Grund eine Schildkröte werden, warum weiß ich auch nicht mehr, aber auch dies war möglich indem ich aus dem großen Kreis ein solches Reptil bog und schon stand dem Wunsch nichts mehr entgegen. Ob es nun die Waffeln zum Nachmittag sind oder eine Geburtstagstorte a la Sohnemann, er ist immer dabei und genießt diese Aktionen recht, auch wenn sie bei uns nicht extrem häufig sind. Für ihn gibt es dann aber durchaus auch mal Waffeln z.B. nur weil er sie so gern macht und isst natürlich auch. Nur war es bei mir immer anzuraten von großartigen Rezepten und komplizierten Weisen im Aufbau der Torte etwa abzusehen, da es doch am Schönsten ist, wenn er selbst Hand anlegen kann und ich eher unterstützend fungiere.
 
Haustiere
 
 
In unserem Haushalt hat unser Sohn bisher Ameisen, Katzen, Fische, Kaninchen und Meerschweinchen als Haustiere erlebt. Seine Aufgaben die er bereitwillig, wenn auch völlig ohne zwingende Verpflichtung übernimmt ist das Fütter z.B. oder das Einstreu in das Gehege hineinkippen. Der Kater wird bekuschelt und es kann gelernt werden, dass Tiere andere Bedürfnisse haben. Zwar ist es am Anfang gewiss eine Enttäuschung, wenn die Katze partout keine Musikinstrumente mag wie die Irish Whistle oder auch fangen spielen nicht angebracht ist, Festknuddeln nicht wirklich geliebt ist und vieles mehr, dafür ist es ebenso schön festzustellen, dass man in der Früh freudig begrüßt wird, jemand zum knuddeln kommt, auf einen wartet und so manch weiteres schönes Erlebnis bereichert seinen Alltag durch die Tiere. Auch lernt er die Verhaltensweisen kennen. Dieses Kaninchen auf dem Bild etwa gehört eigentlich nicht mit einem Meerschwein zusammen gehalten, doch die Umstände wie wir zu den beiden kamen, hatten dies zur Folge. Er sieht nun, dass sich die beiden zanken und er wird auch sehen, wie sie sich verändern wenn wir das große Gehege fertiggestellt haben und jedem einen weiteren Partner seiner Art gegönnt haben. Die Ameisen zeigen ihm, dass es nicht nur Einzeltiere sind, die man draußen mal sieht, er kann sehen wie sie leben und mit der Zeit kann er lernen wie sie sich verhalten. Er lernt sie zu beobachten, im Internet herauszufinden, wie man die Haltung optimieren kann, den Einkauf und so vieles mehr wie Tierarzt u.s.w. was er alles mit Begeisterung mitmacht. Nicht zu empfehlen sind Haustiere allerdings, wenn man wenig Zeit hat, keine Lust hat ständig irgendetwas zu optimieren in der Haltung und Fütterung und einem der Aufwand eigentlich zu viel ist. Ebenso wenig ist diese Beschäftigung anzuraten wenn es an Geld mangelt, oder man gar das Kind mit den Tieren allein lassen möchte und ihm die ganze Bürde abverlangt. Dieses schreckliche Schicksal konnte ich leider nur zu häufig erleben, dass dann in der Tat die Mütter im Tierheim anrufen: unser Kind kümmert sich nicht um "sein" Tier, hier wir geben es ab. Dann sind die Wachsplatten und Ähnliches doch besser ;) denn dadurch würde alles Mögliche, aber gewiss nicht die erwünschte Verantwortung gelernt, so zumindest meine Sichtweise. Entscheidet man sich für diese Verpflichtungen ist es allerdings für das Kind etwas Wundervolles und das ab dem ersten Tag, an dem die Katze schon zu dem Baby guckt und es anschnurrt.
 
Computer
 
 
In der heutigen Zeit finde ich es besonders wichtig, dass Kinder den richtigen und bereits einen Intuitiven Umgang mit technischen Geräten erlernen. Unser Sohn bekam sehr bald seinen ersten Laptop, den alten Mac vom Mann, damit er ein wenig damit herumspielen konnte. Begonnen haben wir mit einfachen Zeichen- und Schreibprogrammen, so dass er lernte ein Klick oder eine Taste bewirkt etwas, sowie altersgerechten Spielen mit der Zeit wie etwa Bob der Baumeister um Gegenstände zuzuordnen, Formen und Zahlen zu lernen. Um mit den Jahren an das Medium Fernsehen heranzuführen wählten wir sehr einfache Kinderfilme ab dem zweiten Lebensjahr, wie Trotro (französisch) und Magiq (russisch), sowie englische Zahlen- Form- und Farbfilmchen um das Sprachgefühl ein wenig zu erweitern. Heute mit drei Jahren sind wir bereits bei Angrybirds (Hand-Augen-Koordination) angekommen und Wimmelbildern, die mit Rätseln, Puzzeln und vielem mehr gelöst werden wollen. Ich kann jedem dazu raten sehr früh mit Computern anzufangen, allerdings kann ich auch nur dazu raten strikte Zeiten einzuführen und diese auch unbedingt einzuhalten, sowie die Nutzung niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Unser Sohn stöbert auch heute schon gern im Internet in Wikis herum über Ameisen z.B. wenn wir welche im Garten sehen und fragt einen Löcher in den Bauch, ein Internetzugang ist und bleibt allerdings unverantwortlich ohne ständige bedachte Aufsicht, ebenso wie frei wählbare Fernsehprogramme für mich ein völliges Unding darstellen. Das Resultat ist aber klar: er ist heute schon schneller in der Mauskoordination und dem Touchpad, wie ich es jemals werden kann. Auch Fotos werden bereits mit einer Selbstverständlichkeit sortiert und im Dateimanager verwaltet, als müsse man hierfür nur den Gedanken zu Ende denken.
 
Hörspiele
 
 
Angefangen hatte das Hören von gesprochenen und gesungenen Texten sehr früh bei uns, etwa als unser Sohn stehen konnte und sich an dem Tisch hochzog, auf welchem die alte verstaubte Stereoanlage herumstand. Die Knöpfe wurden gleich fleißig ausprobiert und mit viel Geduld begleiteten wir ihn dabei seine ersten CDs sich anzuhören. Geschichten und Kinderlieder liebt er bis heute. Die drei abgebildeten Hüllen zeigen, was er im Moment am meisten hört, die Hüllen sind allerdings mehrfach belegt, sie sind nicht stabil genug für Kinderhände aus meiner Sicht. So leben die CDs länger wie deren Gehäuse. Zur Sicherheit ziehe ich mir eine Kopie auf meinen Rechner, damit ich sie zur Not neu brennen kann, aber sie sind erstaunlich zäh und laufen trotz unzähligen Kratzerchen und Fleckchen. Er holt sich zum hören meist einige Kissen vor die Boxen, macht es sich gemütlich mit ein wenig Spielzeug wie Bausteinen etc. und verbringt dort die Zeit einer gesamten CD mindestens. An Regen-Schnee-Tagen nutzt er dies v.a. wenn es mir zu kalt und nass ist mit ihm raus zu gehen, wie es nun wieder eintritt. Oder auch wenn ich Frühstück herrichte und er keine Lust hat mit aufzudecken, dann bedient er selbständig seine Anlage, legt die CD ein, die ihm gerade gefällt, macht den Verstärker an und er macht es sich in seine Hörecke gemütlich bis ich fertig bin.
 
Wald
 
 
Wälder die nicht gerade als Hundeauslaufgebiete gekennzeichnet sind, eignen sich wunderbar für ausgedehnte Ausflüge. Dort kann allerlei Getier beobachtet werden. Weiß man noch nicht, wo man sie findet, kann man das mit der Zeit gewiss herausfinden. In dem Wald, in dem ich bereits als Kind war ist das für mich nun natürlich leicht. Es gibt dort ein "Hexenhaus" einen "Feenteich", einen keltischen Wall an dem Zauberwesen leben und natürlich die vielen Tiere, die dort tatsächlich leben in der realen Welt wie Eichhörnchen, Rehe, Dachse und Füchse (beide eher sehr scheu) und Wildschweine (eher angriffslustig, wenn Frischlinge dabei) denen man hoffentlich nicht begegnet. Schön ist es auch sich aus dem Wald verschiedene Dinge mitzunehmen, so dass im Haus etwas liegt von dort. Unser Sohn geht auch "auf die Jagd" wofür er aktuell ein "Jagdgewehr" und einen "Bogen" bekommen hat. D.h. aus Holz Nachgebasteltes, so kommt er sich vor wie die Jäger die er sieht ebenso wie der kleine Indianer aus Buch und Film. 
 
Pferde
 
 
Den Umgang mit diesen großen Tieren erfahren ist für ihn etwas das ihm manchmal sehr zusagt, bisweilen auch eher nicht. Ich glaube es ist der Wunsch und dann auch die scheu vor den Ponys und noch größeren Pferden. Immer wieder möchte er aber dort hin, nachdem ich ihm den Stall einmal zeigte und das Pony mit ihm spazieren führte, das wir erlaubt bekamen ein wenig zu betüddeln. Einerseits erstaunt es ihn, wie ihm der kleine Schimmel hinterhertrottet, mit ihm "kuschelt" indem es seinen Kopf an ihm reibt, es genießt wenn es geputzt wird. Andererseits ist es doch sehr groß und hat einen eigenen Willen. Von einem Pony getragen zu werden, das Vertrauen und die Kommunikation zu lernen mit einem solchen Tier ist aber wohl sehr Besonders. Selbst wenn man nur eine halbe Stunde dort verbringt, so begleitet dieses Ereignis ihn bis ins Bett den ganzen Tag, auch über eine Woche hinweg, es ist beeindruckend wie es scheint und sehr wertvoll. Es werden Plastikpferdchen, Kuschenpferde und vieles mehr mit Begeisterung begrüßt seit dem.
 
Naturkundemuseum
 
 
Der erste Besuch war mit Angst belegt. In Berlin das Museum empfängt die Kinder mit einem meterhohen Dino-Skelett. Wir fuhren darauf hin gleich wieder nach Hause, er blieb wie angewurzelt davor stehen und wollte dann auf den Arm und zurück. Jeden Tag von Montag bis Samstag stand ab da an Naturkundemuseum auf dem Plan. Erst nur zum Frühstück im Cafe, zum shoppen in dem Souvenierladen und alles wurde auf Dino gestellt. Dinopuzzel,- Stofftiere-, Bücher-,... die Liste ist lang geworden, doch jeden Tag wieder wollte er hin, träumte davon, wollte unbedingt zu den riesigen Dinos. Bis er am letzten Tag das gesamte Museum dann durchlief, war einiges an Überwindung notwendig in ganz kleinen Schritten von mir begleitet. Wir haben uns nun eine Jahreskarte besorgt, er möchte dort nun alles genau sehen und erkunden. Die Planeten, all die ausgestopften Tiere, die kleinen Spielereien der Tektonik er steht dort teilweise bis zu einer halben Stunde an einem Fleck. Ein Selbstläufer für Regentage oder wenn mal weniger Bewegung angesagt ist bei uns.
 
Tier-, Wildpark
 
 
Im Sommer zum barfuß laufen und toben ist dieser in Berlin sehr saubere Park traumhaft mit all den Tieren zum beobachten. Wer das noch nicht entdeckt hat, Tierparks allgemein, ich kann nur raten das nachzuholen. In München der Wildpark Poing und Unzählige mehr in ganz Deutschland laden dazu ein die Zeit dort zu verbringen, zu spielen, zu laufen, die Ecken zu erkunden, die Spielplätze zu erobern, die Tiere zu beobachten,... auch hier haben wir eine Jahreskarte. Man wird in 3 Jahren die unser Sohn nun ist trotz wöchentlich mindestens einem Besuch Sommer wie Winter gar nicht fertig. Der direkte Kontakt zu den Wildtieren ist auch etwas sehr Schönes, das in den Alltag einzieht an Erinnerung und bedeutendes Erlebnis. Hier bin ich zu sehen am Füttern eines Rehes, das eine Weile mit uns mit gelaufen ist. Die Zeiten zu denen unzählige die Parks aufsuchen finde ich selbst nicht so sehr zu empfehlen. Mir ist es viel lieber wenn unser Sohn und ich bei bedecktem Himmel oder auch im Winter die Parks mehr oder weniger für uns haben, mit nur einigen Kindern zum Spielen an den Spielplätzen.

Verfasst: 26.05.2014

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Mein Aquarium


Nun habe ich mein Aquarium eine Weile, aber ich vermute zu mehr wie einer "Fischsuppe" taugt es nicht wink auch wenn ich es im Augenblick sehr hübsch finde und meine Freude daran habe. Doch nennt man so diese Zusammenstellung der Pflanzen und Tiere, wie ich es aktuell habe. 

Pflanzen

- Hetheranthea zosterifolia – Seegrasblättriges Trugkölbchen
- Hydrocortyle - Wassernabel
- Vallisneria - Vallisnerie
- 3 x Cryptocoryne Wendtii - Wendtscher Wasserkelch
- Sagittaria subulata - Kleines Pfeilkraut

Fischbestand

3 x Längsband-Ziersalmler (Nannostomus beckfordi)
5 x Längsstreifen-Ohrgitterharnischwels (Otocinclus vittatus)
5 x Panda-Panzerwels (Corydoras panda)
15 x Feuertetra (Hyphessobrycon amandae)
1 x Kampffisch Weibchen (Betta splendens)

Zubehör

- 60 Liter Aquarium
- 10 Liter Sand
- 2 Wurzeln
- 2 große Steine (Rosenquarz, unbekannter Stein)
- schwarzer Karton als Hintergrund
- eine Beleuchtungsröhre
- Filter
- Heizstab

Ursprünglich kaufte ich mir dieses Becken in völliger Unwissenheit um Aquarien. Heute weiß ich immerhin, dass man es so eigentlich nicht macht, da es rein dekorativ ist und nicht unbedingt alles den Bedürfnissen der Tiere entspricht. Mit der Zeit werde ich es optimieren, so viel ist gewiss. Manches habe ich bereits verbessert. 

Dieses "Unding" entstand, als ich mir die Utensilien kaufte und man mir zu einem derartigen Besatz riet, das sei alles gut so, hieß es. Damals hatte man mir sogar noch zu Kies geraten, die armen Pandas, ich weiß und man schwatzte mir ein zweites Kampffisch Weibchen und sogar ein Männchen auf. Die Ziersalmler hatten eine Gruppenstärke von 10 Tieren, die Ohrgitterharnischwelse waren zu 5 Tieren.  Mittlerweile hatte ich immer wieder Tiere nachgekauft, wenn eines gestorben ist. Aber langsam wurde ich mir bewusst, dass diese Fische auch andere Bedürfnisse haben, wie im Laden behauptet, denn sie zeigten Auffälligkeiten. Den Kampffischen ging es besonders schlecht, sie wurden krank, die Pandas verhielten sich sonderbar. Ich begann nachzulesen, was es mit dem Aquarium auf sich hat wie ich es zusammenstellte und bin heute um ein wenig schlauer, wenn mir selbst auch nicht ausreichend genug. Aber gerade der viele Sand mit den Unebenheiten, der üppige Pflanzenbewuchs und bald weniger Arten, die Streifenziersalmler kaufe ich nicht mehr nach, macht es den Tieren angenehmer. Krankheiten sind ja keine im Becken, die Fische leben auch nun den Altersangaben entsprechend, aber irgendwann möchte ich ein richtiges Themenbecken haben, vielleicht zusätzlich dann, mal sehen.

Bis ich mir das zulege, werde ich meine "Fischsuppe" weiter pflegen und optimieren, dort sind die Pflanzen und Tiere so bunt gemixt, dass ich eigentlich fast alles rausnehmen müsste und komplett neu anfangen müsste es zu bestücken. Aber die Fische fühlen sich scheints ganz wohl so wie es aktuell ist, weshalb ich es nun als dekoratives Element in meiner Veranda stehn lasse smiley Ich finde es hübsch anzusehen und genieße es jeden Tag dem bunten Treiben zuzusehen.

Verfasst: 28.03.2014

Tags: Aquarium, Fische, Leben,

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