Stundenblume

Leben, eine Kunst

Der Tod mein treuer Begleiter

Heute blogge ich über ein Thema, das mich seit Jahren immer wieder beschäftigt: der Tod. Dass mich der Tod ganz besonders interessiert, ist spätestens seit meinen Bildern als Skelett bestimmt dem einen oder anderen aufgefallen.

Jeder kennt ihn, den Tod. Zumeist als den der einem die Menschen nimmt. Klar, vor allem fällt es auf bei denen, die einem nahe stehen. Man wird älter und mit den Jahren ziehen sich immer wieder Beerdigungen durchs Leben. Freunde, Bekannte, Verwandte… er nimmt sie alle. Den einen früher, den anderen später.

Der Tod als mein treuer Begleiter! Weshalb? mag sich so mancher fragen. Ich versuche das zu erklären.

Der Tod ist immer da. Überall. Ständig und nie weit weg. Hautnah wenn man es genau nimmt. Wo es überall lebt und stirbt, ist sich bestimmt nicht jeder bewusst. Aber doch, er ist hautnah, ständig.

So wie alles geboren wird, muss es auch vergehen. Wenn ich mir das bewusst mache ist es, als wäre der Tod an meiner Seit, wie ein treuer Begleiter. Für mich hat dieser Gedanke eine gewisse Schönheit. Alles endet, immer. Früher, oder später.

Und so gehe ich durchs Leben mit diesem Bild und Lebensgefühl. Er ist immer bei mir, wie das Leben selbst lässt er einen nie allein. Nie wird er aufdringlich, abgesehen natürlich von einem einzigen Mal in meinem Leben. Und wenn dieses eine Mal kommt, dann ist es nicht meine Entscheidung, so der Plan.

Aber wenn das Leben mir einmal wieder etwas aufgibt, das ich nicht lösen kann, weil ich es nicht kann, es unmöglich ist für mich etwas zu tun, dann hilft mir dieser Gedanke. Ist es wichtig? Nein – denn der Tod hat mich (noch) nicht geküsst.

Ich finde diesen Gedanken sehr beruhigend. Im Bewusstsein, dass der Tod immer bei mir ist, wie ein Freund der mich an die Hand nimmt. Ein Freund, der mich genau ein einziges Mal, ein letztes Mal im Leben küssen wird.

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs ein erfülltes Leben!

Tags: Tod, Leben, Begleiter,

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Wie die Zeit vergeht - und ich wohl zu alt für so manches Konzert werde

Wie die Zeit vergeht - und ich wohl zu alt für so manches Konzert werde

Heute bin ich sehr nachdenklich und finde dadurch Zeit etwas zu bloggen. Ich denke so viel nach, dass ich sogar die Arbeit liegen lassen habe. Die Arbeit am Haus, das wir noch immer fließig am Renovieren sind. Das sieht man auch im Hintergrund des Bildes. Die Arbeit mit den Kindern z.B. mit ihnen Sport zu machen, man beachte: ich trage Sportkleidung ^^ brav in schwarz gehalten, aber sogar ich halte mich neuerdings fit, oder versuche es zumindest. Die Arbeit im Verein, alles liegt bei Seite...und ich denke nach.

Denn ich war gestern auf einem Konzert, Blutengel in der Arche bei Berlin Neuenhagen, die ich eigentlich nur aus meiner Vereinsarbeit kenne. Mich wunderte das Konzert dort, was aber auch überhaupt Anlass war, dass ich zu Blutengel fand. Ein großartiger Künstler Chris Pohl, so freute ich mich ihn und Blutengel für mich entdeckt zu haben. Und das Konzert selbst, der Auftritt der Band mit Inszenierung auf der Bühne übertrafen meine Erwartungen bei Weitem!

Früher war ich immer wieder gern auf Konzerten in der Schwarzen Szene. Vor 15 Jahren nun etwa. Die Zeit vergeht. Jetzt sind die Kinder größer und im Gefühl verbunden zur Schwarzen Szene, bin ich auf der Suche in meiner neuen Heimat Berlin. In München wusste ich ja genau wo es sich wie gut lebt. Hier in Berlin fand ich auch einen Musikförderverein, Shadowplay e.V. der des Künstlers Sven Friedrich wegen gegründet wurde. Ein ganz wunderbarer Verein, das möchte ich auch nochmal betonen an dieser Stelle! Danke, dass es euch gibt! Ihr seid spitze!

Und der Kontrast könnte nicht größer sein, zu "Konzerten von der Stange". So stand ich gestern bei dem Konzert einer Band die ich neu für mich entdeckte, Blutengel. Vom Gefühl her ist das genau mein Wunsch gewesen, das einmal zumindest live zu sehen, einmal die Musik hautnah zu erleben, mit allen Sinnen zu erfahren. Da das nur live möglich ist, begab ich mich in die "Höhle des Löwen der Fans". Nur war mir das nicht bewusst.

Ich war ja nun völlig naiv auf dieses Konzert gegangen. In Erinnerung hatte ich eine schöne Zeit auf den ersten Konzerten des WGT, da war ich ja noch nicht einmal 18 gewesen. In Erinnerung hatte ich Lesung von Oswald Henke/Goethes Erben, Musik von anderen Bands in vorderen Reihen, die sich im Tanz wogen, die Stimmen erhoben zum Gesang mit dem Künstler auf der Bühne... und ich fragte mich gestern: wo ist das alles hin? Vermutlich außerhalb des harten Fanblocks auf jeden Fall.

Die Schwarze Szene gestern schockte mich zutiefst in Teilen, den "Fans". Nicht alle natürlich, aber es existiert so etwas wie ein "schwarzer aggressiver Block", ein Fanblock der bereits in der Früh anreist, wie auf einer Demo ganz vorn. Ich wurde geschlagen und gestoßen, da diese Fans ihre Plätze, die sie den ganzen Tag an der Absperrung verbringen, auch verteidigen.

So wurden sie mir gegenüber körperlich, nur weil ich in der ersten Reihe an der Stange einen Platz zum Festhalten suchen wollte. Verteidigung der Plätze gegen jeden - auch wenn jemand unter behindernden Umständen lebt oder in eine Notlage gerät? unter Gruftis? Das finde ich nicht angemessen.

Für mich bedeutet die Nähe zur Absperrung Sicherheit, in Sicherheit zu sein, sollte mir als Autistin alles sensorisch zu viel werden. Die enorm hohe Wahrnehmungsfähigkeit und Verarbeitung als Autistin ist großartig auf einem Konzert! - aber kann unter Umständen auch bei der Lautstärke, Lichtshow und Menschenansammlungskombi schon einmal bedeuten sich besser auch mal kurz für ein Lied an der Stange auszuruhen. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass das jemals im Gothic-Bereich ein Problem war.

Gestern wurde es zu einem Problem, in den Reihen 1-3 waren brutale Menschen. Als das Konzert los ging tanzten die Menschen dieses Fanblocks aber nicht oder sangen mit. Nein, sie zückten ihre Handys zu großen Teilen. Ich kam mir deplaziert vor, wie ein Kamel in der Arktis. Wo sind sie hin, die ganzen Schwarzen der tiefen Emotionen, des Miteinanders und Erlebens in den vorderen Reihen? - Selfie-Generation ist up to date, ich glaube ich werde zu alt für so manches Konzert. 

Freundliche Menschen in Reihe 4-10 nahmen sich meiner an und dort wurde auch zum Teil getanzt und gesungen, wenn auch eher verhalten, wenige... Die Stimmung war zum Glück ingesamt sehr friedlich und keinesfalls generell aggressiv. Genau wie man es auch eigentlich kennt aus der Schwarzen Szene.

Aber so suche ich weiter in und um Berlin, was es noch zu entdecken gibt an Schwarzer Kultur. Für mich bedeutet eine gewaltbereite Verteidigung der Absperrung, aus welchem Grund auch immer, Konzerte nicht zu besuchen, oder grundsätzlich immer ganz hinten an der Bar stehen zu müssen.

Um so mehr freut es mich Teil des Shadowplay e.V. sein zu können und zu dürfen, denn hier ist es wie eh und jeh. Wie ich es liebe und schätze. Schwarze Kultur wie sie leibt und lebt, in der den Menschen bewusst ist wie wichtig es ist aufeinander zu achten - auch wenn nicht jeder in Schwarz zu den Konzerten kommen mag.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit - die bei mir vergeht wie im Fluge.

Tags: Schwarze Kultur, Berlin, Leben, Gedanken,

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Osterzeit 2018

Die Osterfreuden in der christlichen Diaspora sind eher privater Natur. Im kleinen Kreis der Familie finden sie Einzug in die Ostertage. Nach so vielen Jahren in Berlin habe ich mich nun daran gewöhnt.

Der große Vorteil davon in einem kleinen familiären Kreis die Hochfeste zu begehen ist ja, dass man sich selbst neu finden muss. In eine Gemeinschaft eingebunden ist das anders. Viele sind dort am tun. Mal mehr mal weniger christlich, aber zusammen. Es wird vom Pfarrer, den ganzen Messdienern, der Gemeinde, allen gemeinsam Ostern gefeiert. In der Nacht schon konnte man bei uns am Petersberg die österliche Feierlichkeit mit einer Kerze als geweihtes Licht nach Hause tragen.

Hier habe ich nun ein Osterfeuer in meiner Schale und muss selbst für unsere Familie die ganze Feier organisieren. Es ist eine Herausforderung für mich, die sich sonst immer als kleiner Teil eines großen Ganzen fühlte. Und das als Frau in einer männerdominierten katholischen Kirche.

Und so bleibt in mir die Christin. Immer weniger fühle ich mich katholisch. Insbesondere auch, da ich als Autistin in der Kirche nun auch einem enormen Stigma unterliege. Den Führenden ist es gar nicht wichtig, was wir Autisten denken. Die Christlichkeit die ich erlebte in meinem Dorf war gewachsen. Durch die Gemeinschaft der Gläubigen wurde ich akzeptiert genau so wie ich bin. Betrachte ich aber die Kirche nun aus der Ferne meiner Heimat verliert sie all den Glanz aus meiner Kindheit. Es war nicht der Verdienst vom Papst, es war der Verdienst wunderbarer Menschen, als Pfarrer, wie Messdiener, wie Gemeinde. Alle gemeinsam machten das Gefühl lebendig, dass die Osterfreude direkt mitten unter uns ist! - und lebt... weiterlebt die gesamte Osterzeit. 

Und das Jahr wurde von den Themen des Jahreskreises getragen. Nicht nur an Ostern. Hier in Berlin findet das in meinem Bezirk nicht statt. Es gibt keine christliche Gemeinschaft, auch nicht in den geballten katholischen Zentren die es hier natürlich trotzdem gibt. Es ist eine Gemeinde ohne Herz. Ohne österlichen Geist. Und ich allein als Frau, als minderwertig gesehene Autistin sowieso nicht, sagt doch der Vatikan selbst, dass es in Ordnung sei uns zu ächten mit Kennzeichnung falsch zu sein.

Ich verstehe langsam, wie sich die Homosexuellen fühlen in der katholischen Kirche. Und es ist enorm, wie schnell es geht einer Gruppe zugeordnet zu werden, die falsch sein soll, wegen eines Eintrags in einem Buch. Per Buchstaben degradiert werden zu können empfinde ich alles andere als christlich. 

Und so räumte ich heute in der Früh die Feuerschale wieder in den Unterstand mit der Osterasche, die ich in den Garten verstreuen werde. Ein weiteres Feuer wird es noch geben, wenn die ganze große Familie, die Gemeinschaft im Sinne Jesu nochmals zusammen kommen wird. Und ich spüre, wie ich wohl merke kein Katholik mehr zu sein. Letztendlich wurde ich ob Buchstaben in einem Buch von meiner Gemeinde ausgestoßen, in der Diaspora. Und dem Erzbischof selbst ist es nicht wichtig. Als Antwort bekam ich, dass ich ja nur eine Autistin sei, die sich an ihn wendet, das wäre nicht ausreichend etwas zu verändern.

Ein verlorenes Schaf auf weiter Flur, mit einem Hirten dem ich es nicht wert bin, dass er sich selbst auf den Weg macht für mich zu sorgen.

Aber bevor ich nun endgültig mit der katholischen Kirche zu brechen beginne, werde ich es nochmals versuchen. Vielleicht habe ich ja nur nicht laut genug geschrien, als kleine Schaf das von der Herde ausgestoßen wurde, so dass es vom Hirten nicht ernst genommen wird. Es kann ja sein, dass Andersartigkeit in der Neurobiologie doch gar nicht so geächtet werden wünscht aus dem Herzen heraus und sie es einfach nur nicht besser wissen. Mal sehen was geschieht, wenn ich als Schaf lauter um Hilfe rufe.

Meine Gedanken beim Aufräumen schweifen nun aber erst einmal wieder in den Garten. Ein Foto der ersten Blumen habe ich euch in meinem Blogartikel eingefügt. Die Gott-gegebene Schöpfung im direkten Umfeld zu hegen und zu pflegen gehört bestimmt auch zu den Dingen, die in der Osterzeit ganz besonders wichtig sind. Denn nur wenn die Gemeinschaft in der man ist zusammen hält, man füreinander da ist, das Gemeinsame miteinander hegt und pflegt kommt dieses Ostergefühl zustande. Wenn zwei oder drei in Gottes Namen versammelt sind ist er mitten unter ihnen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen Menschen um euch, mit denen ihr gemeinsam Ostern feiern könnt. Ob nun als Christen, Katholiken oder Atheisten, der Geist von Ostern hängt nicht von der Kirche ab, so viel weiß ich gewiss. Es sind die Menschen, die beisammen sind und die Weise wie sie Ostern feiern und würdigen.

Ich wünsche euch eine frohe und gesegnete Osterzeit!

Tags: Ostern,

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Ganz und gar... Anfang 2018

Hallo liebe Leser meines Blogs! 

In "Ganz und gar... Anfang 2018" möchte ich nun erzählen, was nun alles fertig geworden ist seit 2015. Vieles hatte ich begonnen. Manches ist nie fertig, anderes aber um so schöner geworden. Die Blumen im Leben blühen lassen ist zwar manchmal nicht so einfach, aber um so wertvoller, wenn es einem gelingt die Stundenblumen zu hegen, sie nicht abzugeben, so dass sie wie Rauch im Wind verwehen. 

Kunstaktion

   

Diese Bilder kennen bestimmt schon einige. Ich mag sie sehr und habe meine Leidenschaft fürs Bodypainting entdeckt. Auch wenn diese Kunstaktion zu "Meinungsstörung" von Oswald Henke nun vorrüber ist, in meinem Herzen lebt die Freude an der Kunstdarstellung mit mir selbst als Darsteller weiter. So wird es bestimmt in Zukunft auch immer einmal wieder Bilder von mir geben, solche oder andere, mal sehen wo mich meine Leidenschaft zur Kunst hin führen wird. Ideen habe ich auf jeden Fall schon sehr Viele. Leben als Kunst, Kunst als Teil meines Lebens möchte ich nicht missen. 

Von Katzen und anderen Begleitern im Leben

Da es von mir kaum aktuelle Bilder gibt, habe ich dank eines Freundes doch wieder einmal mich selbst vor die Linse bekommen. Einen viel zu kleinen Teil hatte ich wirklich Raum für kleine Freuden wie mit Freunden etwas zu unternehmen. Als Mutter junger Kinder, so wurde mir das oft erzählt, ist das ganz natürlich. Dennoch sehe ich das Teilen von Zeit miteinander als eine ganz wichtige Stundenblume in meinem Leben. Auch mit meiner Familie, Mann, Kindern, Großeltern und anderen Vewandten. Diese pflegen, sie blühen sehen ist mir sehr wichtig, denn die Zeit gemeinsam zu teilen verdoppelt sie letztendlich, vergoldet sie und macht sie unschätzbar im Wert.

Auf diesem Bild bin ich mit unserer jüngsten Katze Farina auf dem Arm zu sehen. Farina, da sie 4 weiße Pfoten hat - als wäre sie mit nassen Pfoten einmal durchs Mehl getappt. Ich liebe ja Katzen. So schön weich und kuschelig, schnurrend liegen sie auf einem herum. Oder lassen sich herumtragen, voll Vertrauen, sind neugierig und verspielt, einfühlsam und herzlich. So ist ganz und gar perfekt, dass unsere kuscheligen 4-Beiner im Haus mit uns leben. Die Kaninchen und Katzen. Haustiere finde ich schon immer sehr wertvoll in meinem Leben und werde gewiss auch diese Liebe zu Tieren immer in meinem Herzen tragen.

White Unicorn e.V.

Sehr viel Energie, Gedanken, Zeit, Leidenschaft mit Freud und Leid sind in den letzten beiden Jahren in den White Unicorn e.V. geflossen. Anfangs gegründet, aus einer Notwendigkeit heraus, durch eine Bitte der Berliner Senatsverwaltung entwickelte ich immer größere Begeisterung.

Feuer und Flamme für die Projekte konzeptionierte ich Vieles. Familien begleitete ich und habe es in so manchem Fall geschafft zu einem autistenfreundlichen Umfeld beizutragen. 

Vieles hat auch nicht so funktioniert wie gedacht, vieles musste ich wieder ziehen lassen, auch so manche Familie. Insgesamt ist aber das Zusammenarbeiten mit anderen Menschen im Verein etwas, das ich eigentlich nicht mehr in meinem Leben missen möchte.

So werde ich vermutlich auch im White Unicorn e.V. immer wieder etwas finden, das meine Begeisterung weckt, das ich dort ausfüllen kann mit Leidenschaft, auch wenn es manchmal Leiden schafft, in mir, Leid mit anzusehen und doch nichts tun können, weil die Hände in vielfacher Hinsicht oft gebunden sind. Eigene Grenzen erleben, weil man in manchen Dingen machtlos ist. Das gemeinsame Tun, das Wirken und Bewirken als Gemeinschaft hingegen gibt um so mehr zurück.

Welche Blumen in Zukunft erblühen, wird mir die Zeit selbst mit dem Leben schon noch früh genug berichten! Auf jeden Fall hoffe ich, dass bis Ostern auch real ein paar Blumen blühen und ich wie jedes Jahr zum alljährlichen Osterfeuer einen weiteren Beitrag verfassen kann, mit Bildern von schönen bunten Blumen aus unserem Garten.

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit im Leben, mit vielen Stundenblumen die in euren Herzen für euch erblühen!
 

Tags: Leben,

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Sommerferien 2017 - der Ohrwurm der vergangenen Arbeit

Seit zwei Wochen sind sie, die lang ersehnten großen Ferien und die damit auch einkehrende Sommerpause für mich - von der ehrenamtlichen Arbeit. Das letzte Jahr verlief im Resumee erfolgreich, immerhin wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, worüber auch im Kobinet ein Artikel zu lesen ist "Endlich Ferien nach erfolgreichem Zeugnis". Im Haus und Garten ist mittlerweile auch einiges fertig geworden, manche Bereiche im Haus sogar mehr, als eigentlich vorerst vorgesehen war. Zwischendrin sah es so aus, als würde der Verein zusätzliche Räume brauchen, die wir dafür herrichteten, jetzt haben wir das Stockwerk doch selbst behalten, da die Kreativwerkstatt dann letztendlich niemand finanzieren und somit eröffnen wollte.

Innerlich abschalten von der Arbeit ist gar nicht so leicht, gerade da im homeoffice keine räumliche Trennung existiert. So richtig ein Unterschied ist es nicht, wenn man nicht weg fährt. Aber sparsam leben steht auf dem Programm, Ehrenamt hat den einen Nachteil, dass es kein Geld dafür gibt. Also will auch das Urlaub machen zu Hause irgendwie klappen werden. Unsere neue Katze, die Flora, macht es wie auf diesem Bild aber schon gut vor wie das geht. Hinlegen, ausschlafen, gemütlich machen sind schon ein paar gute Ideen auf jeden Fall. Jetzt haben wir einen "Stubenpanther" und einen "Stubenpuma" - so wirken sie die beiden hübschen Damen.

Ein schöner großer Sandkasten ist fertig angelgt mit einer kleinen Rasenfläche. Ein Mini-Pool wurde den Kids geschenkt, so lässt es sich bei der Sommerhitze auch aushalten. Auf der Terrasse sitzen und Wasserbomben basteln ist zum Kaffee auch mal eine nette Abwechslung. Langsam kehrt die Erinnerung zurück, was ich zuvor alles machte, bevor ich mit dem Verein begonnen hatte, war ich doch 3 Jahre durchgehend Vollzeitmama gewesen. Es scheint wie eine Ewigkeit her, dabei war es von Sommer 2015 bis jetzt ja nur ein Bruchteil meines Lebens.

Wie man überhaupt 2 Jahre durchgehend arbeiten kann? Früher hatte ich Menschen nicht so richtig verstanden, die für eine Sache "brannten". 50 Stunden Arbeit pro Woche waren mir als selbständig Tätige vertraut, aber letztendlich waren es Aufträge die es abzuarbeiten galt, für eine Bezahlung, auch wenn ich es gern gemacht hatte. Soziales Engagement lief nebenher, Urlaub war wenn ich ihn zwischen die Aufträge schob, ich konnte mir sozial sein auch irgendwie gut leisten. Letztendlich bedeutet es grundsätzlich ein ganz andere Lebenweise, wenn man für Geld arbeitet.

Mutter-Sein mit 30 Stunden/Woche für soziale Projekte als "Geschenk für Vater Staat" reicht aber ohne Urlaub aus, um das deutlich an Intensität zu übertreffen - und so weiß ich heute wie das geht, für eine Sache zu brennen und wirklich in etwas zu investieren.

Mal sehen was sich noch alles anstellen lässt, damit der Ohrwurm der vergangenen Arbeit zum Schweigen gebracht werden kann. - Immerhin haben meine Kinder sich die Ferien wirklich verdient, war ich doch die letzten zwei Jahre für sie kaum noch wirklich "da" und immer mit "dem Kopf wo anders", bei irgend welchen Projekten für die es Lösungen zu konzepten, entwickeln und Realisieren bedurfte. Also nun heißt es also bis September "nur" noch Mutter sein und es sich zu Hause schön machen und vielleicht auch mal eine Woche Freunde besuchen fahren.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen schöne Ferien! smiley

Tags: Urlaub, Ferienzeit, zu Hause,

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Während der Zeit...

... sie währt die Zeit und geht fort und fort.

Manchmal kommt es mir vor als würde ich außerhalb der Zeit laufen. Viel langsamer als meine gesamte Umgebung blicke ich in die Welt - und arbeite dabei viel schneller, so sagen die Mitarbeiter. Hochleistungsdenkmaschine... Mit Schildkrötenzeitmodus ;) ... wie sonst lässt sich erklären, dass alle sagen ich arbeite schnell, viel schneller als alle anderen. Wäre ja logisch wenn die Zeit um mich stehen bleibt, wie so eine Hülle und außen rum wirken deshalb alle immer so hektisch und wuselig, weil sie eben außerhalb dieser Zeitglocke leben. Dafür wirke ich viel schneller mit der Arbeit, klingt Vernüftig, gell? ^^

Ich würde sagen das kommt gleich nach den Raumfalten die Socken fressen... 

Was ich aber nun wirklich während all der Zeit mache die ich nicht geschrieben habe möchte ich nun einmal wieder erzählen. Während der Arbeit war ich z.B. in Potsdam. Welch ein Glück: es war richtig massiv Stau in Berlin - Potsdam. Was daran Glück ist? Ich hab eine Klimaanlage, ein Bose-Soundsystem und superflauschige Sitze. Chillmodus an auf der Hinfahrt. Zum Meeting kam ich natürlich zu spät, aber das Gespräch konnte in 1-2 Stunden später dann noch geführt werden, wie schön. 

Also hatte ich neben einer Chillmodus-Zeit auch noch Zeit bekommen es mir in einer Kirche gemütlich zu machen. So einen Brunnen hätte ich auch gern, wie auf dem ersten Bild. Das dachte ich mir damals in Sri Lanka bei einem Brunnen auch schon, siehe zweites Bild.

Es bräuchte eigentlich eine Kombination aus beidem. Im Garten hätte ich sogar eine Ecke in der man so etwas realisieren könnte. Wenn man das allerdings für den Winter tauglich bauen möchte ist das ein ganz schöner Aufwand, so sagte man mir. Aufwand habe ich derzeit einigen, den ich noch vor mir habe. Die Kreativwerkstatt des Vereines wird bald eröffnet... wo wir wieder bei der Arbeit wären, denn irgendwann waren 2 Stunden um und es ging weiter. Die Rückfahrt war weniger angenehm, denn langsam aber sicher zog es mich zu meiner Kleinen zurück und wieder war Stau... der Mama-Magnet wurde aktiv und der macht unheimlich nervös finde ich, wenn man weiß man wird erwartet und kann aufgrund Stau aber nicht nach Hause. Beamen wäre praktisch - genau für solche Fälle.

Viele Gedanken mache ich mir in all meiner Zeit. Über die Gesellschaft, das Leben, das Sein. - Arbeit ist nur Arbeit wenn man Geld dafür bekommt. Das ist einer der Aussagen die mich in letzter Zeit immer wieder wurmen, so als ehrenamtlich Tätige. Nur weil der Senat keine Gelder plant für Inklusion und das ehrenamtlich gemacht werden muss ist es keine Arbeit - hätte der Senat Geld dafür wäre es eine und ich hätte Ansehen heißt es. So bin ich ein Nichts, ich arbeite ja nicht... einfache Hausfrau. Die Menschen sind schon sehr eigenartig in ihrem Denken. Nur weil ein Hansel für etwas einen Topf schafft mit Golstückchen hat es wert - alles andere ist ohne Wert, weil man damit kein Gold nach Hause trägt. - was für eine Zeit...

während der Zeit... ist es mir persönlich wichtig etwas zu bewirken auf der Welt, etwas zu gestalten, auch Zwischenmenschliches - Lebenskunst. Kunst... was ist eigentlich Kunst ist auch so eine Frage und was Kreativität? So viele Fragen. Das ist ein wesentlicher Part meines derzeitigen Lebens während sie vergeht, die Zeit.


Ein Schatten meiner Selbst...

... bin ich geworden im Laufe der Zeit. Das fällt mir immer wieder auf. Die Arbeit zehrt, an einen Ort gebunden, Hochleistungsdenken - viel Arbeit die als wertlos gilt verrichte ich. Die Spiegel im Du die vor gehalten werden sind oft härter, grausamer als ich das ertragen kann.

Andererseits bedeutet es wenn ich aus dem Schatten trete entsteht etwas Neues. Das Alte ist am Vergehen, Neues wird. 

Selbst überwinden heißt es ja auch... mir fallen derzeit viele Sprichwörter ein, die alle sehr brauchbar sind, wird man zum Schatten seiner Selbst. Ich muss  mich selbst überwinden, all das was mich zum Schatten meiner Selbst macht, um aus dem Schatten zu treten, über sich hinaus wachsen... Logisch, nicht wahr? Und klingt so einfach. 

Na dann steht dem ja nichts mehr im Wege... Zeit hab ich eh unendlich und wer weiß, vielleicht finde ich dann ja sogar irgendwann die ganzen verlorenen Socken aus meiner Raumfalte wieder ^^

Ich wünsche allen Lesern meines Blogs eine schöne Zeit!

Tags: Zeit, Raum, Leben,

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Nicht Ganz... Ostern 2016

Ostern ist es... wieder ein Jahr herum. Und so wenig geschrieben habe ich. So wenig gemeldet hab ich mich im letzten Jahr bei meinen Freunden, so wenig Raum gefunden für all jenes, was ich sonst immer getan habe. Und nichts ist ganz fertig geworden:

Nicht ganz fertig vergesellschaftete Ratten, aber einen neuen Mitbewohner haben wir nun im Hause, eine ganz ängstliche Dame. Nicht ganz gesund bin ich dazu, deshalb komme ich nun über die Feiertage dazu zu schreiben, aber auch nicht wirklich aus dem Bett. Wenn ich wieder gesund bin, schaffe ich es ja vielleicht all die halben Sachen zu erledigen. Dies ist auf jeden Fall Gecki in ihrer neuen Bleibe, bis sie bei den anderen Dreien, Pikatchu, Logok und Maria in der Rattenvilla wohnen wird.

Nicht ganz fertig ist auch die Gestaltung des Gartens, wie ich sie eigentlich noch machen wollte, aber immerhin der Misthaufen ist angefangen. Es fehlen nun noch die Bretter, damit auch ordentlich Platz ist für Rasen, Bioabfälle, Mist und was sonst noch einem guten Düngervorrat gut tut. 

Die Projekte vom Verein sind ebenfalls am gedeihen, zumindest in der Planung aber auch sie sind noch nicht einmal so weit fertig, dass ich ein Foto dafür hätte.

Ich bin gespannt, was die kommende Zeit mit sich bringen wird. Wünschen würde ich mir wenig Enttäuschung, dass nicht alles was begonnen wurde vergeblich war an Mühe, sondern irgend etwas auch fertig wird. Dann komme ich auch wieder dazu mehr zu schreiben, wenn ich Stück für Stück zeigen kann, was nun Ganz geworden ist. Ich wünsche euch allen eine wundervolle Zeit! Aber diese dafür:

von ganzem Herzen heart

Tags: Ostern, Daheim,

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Jahresende 2015

Das Jahr ist nun bald zu Ende und wie man an meinen Beitragszahlen hier merkt, komme ich fast nicht mehr zum Schreiben. Es ist viel zu viel zu tun, um die Muße zu finden zu schreiben. Meine Texte die ich für meine Arbeit schreibe sind schon mit Konzentration verbunden, die Schrift fließt nicht mehr wie früher. Aber so ist das als Mutter zweier Kinder denke ich immer. Sind die Kinder sooo klein, dass sie einen unbedingt noch brauchen, auch die Welt mit zu verändern, dann ist das so. Und so gebe ich mir Mühe die schönen Stunden zu gestalten mit unserer kleinen Familie. Jetzt gönne ich mir auch endlich einmal Urlaub bis zum 3.1. Nur noch heute arbeiten und dann endlich ein wenig Ruhe. Wer weiß, vielleicht finde ich dann tatsächlich etwas Muße und schreibe wieder einen längeren Artikel. Jetzt erst einmal wünsche ich aber allen Lesern meines Blogs:

 

Tags: Weihnachten, Leben,

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Pikatchu - die Ratte

 

Pikatchu ist bei uns eingezogen, in ihre "Kleintiervilla" mit ihren beiden Freundinnen Maria und Logok. Lange ist es hier, dass bei uns im Haus diese Tierchen wohnten. Und ein solch prächtiges Heim 120 x 60 x 120, extra gebaut als Rattenvilla, das hatte bei mir noch keine Ratte erlebt. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt, bis ich diesmal nach einem Käfig suchte. Sehr praktisch ist er aber, mit großer Fronttür und kleiner Eingangsluke, drei riesigen Stockwerken die mit einem speziellen Lack gegen Urin geschützt sind. Aber die Tiere sind wohlerzogen, brav benutzen sie sogar ihre Toilette, die ich ihnen aufgestellt habe.

Ich bin sehr erfreut, dass die kleine Pikatchu so extrem zutraulich ist. Gleich erkundete sie die gesamte Umgebung, busselte einen beständig ab vor lauter Aufregung und versteckte sich in der Kleidung beim ersten Freilauf. Sie kommt immer, wenn man sie ruft, sogar wenn sie eigentlich am Schlafen ist. Ein solch braves und anhängliches Tier ab dem ersten Tag, das ist mir bisher noch nicht untergekommen und ein paar Ratten hatte ich bereits. Die anderen beiden sind eher gemütlich und holen sich ihre Leckereien gern ab, sind allerdings lieber im Käfig. Vermutlich werden sie wenn überhaupt mit der Zeit ein wenig wuseliger und aufgeschlossener, aber Pikatchu wegen haben wir diese Gruppe genommen. Das ist eigentlich eh wunderbar, wenn nur eine Dauerbespaßung als selbstverständlich sieht und das auch einzufordern bereit ist mit am Käfig stehen und fordern rausgelassen zu werden.

Sehr schön, das macht Spass!

Tags: Ratten, Kleintiervilla,

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Gesegnete Ostern!

Ein gemeinsamer Tag neigt sich dem Ende zu...

     

Als alle aufgestanden waren, hatte ich so weit den Tag vorbereitet und das Osterfrühstück konnte beginnen. Rasch hatte ich mir in der Früh einen Kaffee gekocht und sogleich mit dem Herrichten begonnen, bevor die Familie sich an den Tisch versammelte. Mit viel Liebe beeilte ich mich alles anzurichten und nach einer Weile war es tatsächlich vollbracht. Die Ostereier waren gekocht, gefärbt, gefettet und in ihr Körbchen gebettet, die Häschen frisch versorgt mit Heu und Leckereien, der Osterstrauss geschmückt mit bunten Eiern und der Tisch reich gedeckt mit Brötchen, Osterlamm und durftendem Kaffee. Ein guter Anfang für einen Ostertag, ganz nach meinem Sinn.

Die Geschenke die wir versandten, hatten unversehrt ihre Bestimmungsorte erreicht, Kerzen hatten wir in der Vorbereitung verziert, alle Ostergrüße waren angekommen. So konnten wir den Tag gemütlich angehen und es uns gut gehen lassen. Es war auch gut von Petrus mit uns gemeint, denn der Sonnenschein und die Wärme lockten so irgendwann doch die ganze Familie nach Draußen. Bis es ans Ostereiersuchen gehen sollte, blieb die Zeit allerdings doch ein wenig spannend.

Der "Osterhase" kam, als die Schatten länger wurden. Wir entzündeten das Osterfeuer am Nachmittag in unserer Feuerschale im Garten. Es tat sehr gut einmal wieder bei den Flammen zu sitzen, brennend und knisternd die Scheite, wohltuend die Ruhe des Feiertages in den Straßen und Gärten unseres Kiez. Als das Holz langsam aber sicher zu Kohle wurde, gönnten wir uns zuletzt noch ein paar Wienerle an Haselnussstöcken, die vorher fein säuberlich vom Strauch geschlagen und zurechtgeschnitzt wurden.

Schnell war es dann, fast plötzlich vorrüber, nach einem solch erfüllten Tag. Gerade noch wuselig, doch nur die Asche verblieb in der Schale, die Sonnenstrahlen zogen sich zurück hinter den Dächern, der Schlaf zog die ersten in das Reich der Träume. Hoffentlich mit schönen Träumen, von diesem wundervollen Ostertag.

Verfasst: 05.04.2015

Tags: Ostern, Osterfeuer, Osterstrauss, Osterhase, Osterkorb, Osterlamm,

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